besteigen
Verb:

Flexion

Worttrennung:
be·stei·gen, Präteritum: be·stieg, Partizip II: be·stie·gen
Aussprache:
IPA [bəˈʃtaɪ̯ɡn̩]
Bedeutungen:
[1] sich zu einem hochgelegenen oder erhöhten Ort begeben
[2] auf einem Reittier Platz nehmen
[3] ein Fortbewegungsmittel betreten
[4] ein weltliches oder kirchliches Amt annehmen, das als Ausdruck seiner Würde und Bedeutung mit einem Stuhl oder Thron verbunden ist
[5] den Geschlechtsakt vollführen (bei Tieren)
Gegenwörter:
[1] absteigen
[2] absteigen
[3] aussteigen
[4] abdanken, zurücktreten
Beispiele:
[1] Meine ganze Konstitution ist so gekräftigt, daß ich kürzlich mit einem 400 Pfund schweren Rucksack auf dem Rücken, ohne Führer, den Montblanc bestiegen und dabei noch stundenlang einen großen Bernhardinerhund, der sich in den Bergen verlaufen hatte, getragen habe.
[1] Nach kurzem Widerstreben gegen die Ehre, die ihm der ältere Freund erwies, trat ein jugendlicher Mann vor und bestieg die Kanzel.
[1] „Viele Gipfelsammler empfinden sich als Bezwinger der Bergriesen, die sie bestiegen haben.“
[2] Auf seinen Wink bestieg Judith ihr Pferd; es war das edelste von allen aus dem Stall.
[2] Dann bestieg sie eine schneeweiße Kuh und ritt mit ihrem Gefolge in das Schlangental, um am Schrein des Heiligen zu beten.
[3] In Alpnachstadt bestieg man ein Wägelchen, von Sarnen an ging es mit einem Saumpferd den Wald hinauf zum Dorni und über die Sachsler Allmend zur Fluh empor.
[3] Am 8. mittags bestieg der Prinz seine »Dahabieh«, ein großes Nilboot, das von einem vizeköniglichen Schleppdampfschiff stroman geführt wurde.
[3] „Der erfahrene Pilot besteigt sein Segelflugzeug mit nicht mehr Angst als der Autofahrer sein Auto.“
[4] Es war vorauszusehen, was geschehen würde, wenn einer von diesen beiden, die sich für die echtesten Erben des alten Lorenzo Medici hielten, den päpstlichen Stuhl bestieg.
[4] Seif Almuluk bestieg, sowie die Sonne höher stand, seinen Thron; seine Seele aber war unruhig.
[4] Man lobte wohl seine unbestechlichste Gerechtigkeit, aber dennoch scheute sich alles vor ihm und zitterte und bebte, so er den Richterstuhl bestieg.
[4] Als bald danach Johann von Wepelitz, an Dietrich Manns Stelle, den Havelberger Bischofsstuhl bestieg, war das »Heilige Blut von Wilsnack« schon in der ganzen christlichen Welt berühmt.
[5] Dieser Hengst besteigt jede rossige Stute.
[5] „Am nächsten Tag war die Lust, die Sängerin zu besteigen, wieder da und entfachte von neuem die wildesten Spekulationen und Gerüchte.“
Redewendungen:
den Pegasus besteigen
Übersetzungen:


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