bisweilen
Adverb: Worttrennung:
bis·wei·len
Aussprache:
IPA [bɪsˈvaɪ̯lən]
Bedeutungen:
[1] gehoben: unterschiedlich häufig, mehr oder minder oft
[2] Luxemburg: bis jetzt
Herkunft:
Im 16. Jahrhundert aufgekommenes Adverb, das die mittelhochdeutschen Ausdrücke bī wīlen, welcher noch bei Martin Luther als beiweilen vorkommt, und ze wīlen, woraus zuweilen entstand, ablöst. Unter Umständen handelt es sich um eine Kombination der beiden (bī ze wīlen). Mit einer Bedeutung von bis jedenfalls ist es nicht in Verbindung zu bringen.
Synonyme:
[1] ab und an, ab und zu, dann und wann, das eine oder andere Mal, des Öfteren, gelegentlich, hier und da, hin und wieder, manchmal, mitunter, öfter, stellenweise, streckenweise, unterweilen, vereinzelt, von Zeit zu Zeit, zeitweise, zeitweilig, zuzeiten
[1] österreichisch: fallweise
[1] schweizerisch: etwa
[1] gehoben: zuweilen
[1] landschaftlich: öfters
[1] wissenschaftssprachlich: okkasionell
[1] veraltet: unterweil
[2] bisher
[2] landschaftlich: bislang
[2] schweizerisch: bis anhin
[2] kaufmannssprachlich veraltet: bis dato
Gegenwörter:
[1] gewöhnlich, immer wieder, ständig, stets
[1] keinesfalls, nie, niemals
[2] ab jetzt, ab nun, künftig, nunmehr, von nun an#Deutsch|an, zukünftig
[2] gegenwärtig, heute, heutzutage, jetzt, nun
Beispiele:
[1] Auch harmlose Krankheiten verlaufen bisweilen tödlich.
[1] „Sie ist begehrt als Aufpasserin für kleine Kinder, sie ist aber streng gegen kleine Kinder, bisweilen derb.“
[1] „Bisweilen sind die, die die lautesten Töne anzuschlagen wissen, leicht ins Bockshorn zu jagen.“
[2] „Ein Täter ist bisweilen noch nicht bekannt.“
[2] „Auch diese Schwierigkeiten beschreibt die Gewerkschaft des Gemeindepersonals präzise: ‚Bisweilen entschied nämlich das EDV-Programm, ob der Abdruck gültig ist oder nicht, was zu erheblichen Zeitverzögerungen bei der Bedienung der Kunden in den Amtstuben führte.‘ Künftig soll anstelle eines Computerprogramms das Personal in den Rathäusern über die Qualität des Fingerabdrucks befinden dürfen.“
[2] „Auch Nachhaltigkeitsminister Claude Wiseler ließ in der rezenten Vergangenheit durchblicken, der Staat werde auch nach der Kapitalaufstockung stärkster Aktionär bleiben. In welchem Verhältnis zu den katarischen Miteigentümern ist jedoch bisweilen nicht gewusst.“
Übersetzungen:


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