blasen
Verb:

Worttrennung:
bla·sen, Präteritum: blies, Partizip II: ge·bla·sen
Aussprache:
IPA [ˈblaːzn̩]
Bedeutungen:
[1] Luft aus dem Mund ausstoßen; etwas in die Luft bzw. Atmosphäre überleiten; in etwas hineinpusten
[2] auf einem Blasinstrument spielen
[3] wehen
[4] durch Blasen formen
[5] vulgär: den Penis sexuell oral stimulieren
[6] ein Signal geben
Herkunft:
mittelhochdeutsch blâsen blies, althochdeutsch plâsan plias, vgl. gotisch blêsan, altnordisch blâsa blês. Das Wort ist seit dem 9. Jahrhundert belegt.
Synonyme:
[1] pusten, prusten
[2] spielen
[3] luften, wehen, stürmen
Gegenwörter:
[1] saugen
Beispiele:
[1] Sie blies kurz durch das Röhrchen.
[2] Am sechsten Dezember bläst immer ein Trompeter Weihnachtslieder vom Kirchturm herunter.
[3] Der Wind blies ihr kräftig ins Gesicht.
[4] Die Touristen wurden in einen Raum geführt, in dem gerade einige Glasbläser damit beschäftigt waren Glas zu blasen.
[5] Gestern habe ich meinem Freund einen geblasen.
[6] Der Reiseleiter blies zum baldigen Aufbruch.
Redewendungen:
ins gleiche Horn blasen
zum Angriff blasen
jemandem bläst der Wind scharf ins Gesicht
Trübsal blasen
jemandem in die Ohren blasen
vulgär: blas mir doch in den Schuh
vulgär: du kannst mir am Hobel blasen
zynisch: jemandem das Ohr voll blasen
vulgär: jemandem das Vaterunser durch die Rippen blasen können (auch durch die Backen)
derb: jemandem den Marsch blasen
vulgär: jemandem Pfeffer in den Arsch blasen
vulgär: jemandem Zucker in den Arsch blasen
salopp: von Tuten und Blasen keine Ahnung haben
Übersetzungen:
Blasen
Substantiv, n:

Worttrennung:
Bla·sen, kein Plural
Aussprache:
IPA [ˈblaːzn̩]
Bedeutungen:
[1] die Abgabe meist gasförmiger Stoffe mit Hilfe von Überdruck
Herkunft:
Konversion aus dem Infinitiv des Verbs blasen
Gegenwörter:
[1] Saugen
Beispiele:
[1] Wenn man sich beim Blasen Zeit läßt, wird die Glaskugel schön rund.
[1] Es gibt Laubsauger zum Saugen und Laubläser zum Blasen.
[1] Beim Blasen eines Sand-Luft-Gemisches und Schießen wird der Formstoff pneumatisch beschleunigt und während des Aufpralls verdichtet.
[1] Das Blasen und Heulen des Sturmes währte die ganze Nacht.
Redewendungen:
von Tuten und Blasen keine Ahnung
Substantiv, n, Toponym: Worttrennung:
Bla·sen, kein Plural
Aussprache:
IPA [ˈblaːzn̩]
Bedeutungen:
[1] Dorf im Landkreis Passau in Niederbayern
Substantiv, m, f, Nachname: Worttrennung:
Bla·sen, Plural: Bla·sens
Aussprache:
IPA [ˈblaːzn̩]
Bedeutungen:
[1] deutscher Familienname
Beispiele:
[1] Hans Blasen lebt in der Eifel.
[1] Die Blasens sind im Urlaub.
[1] Frau Meier vertritt die Blasens beim Elternabend.
Deklinierte Form: Worttrennung:
Bla·sen
Aussprache:
IPA [ˈblaːzn̩]
Grammatische Merkmale:
  • Nominativ Plural des Substantivs Blase
  • Genitiv Plural des Substantivs Blase
  • Dativ Plural des Substantivs Blase
  • Akkusativ Plural des Substantivs Blase
Deklinierte Form: Worttrennung:
Bla·sen
Aussprache:
IPA [ˈblaːzn̩]
Grammatische Merkmale:
  • Dativ Plural des Substantivs Blas



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