distanzieren
Verb

Worttrennung:
di·s·tan·zie·ren, Präteritum: di·s·tan·zier·te, Partizip II: di·s·tan·ziert
Aussprache:
IPA [dɪstanˈt͡siːʁən]
Bedeutungen:
[1] Sport, transitiv: jemanden im Wettkampf weit überholen, hinter sich lassen, überbieten
[2] reflexiv: sich abgrenzen, abrücken von, nichts zu tun haben wollen mit etwas oder jemandem, jemandes Verhalten nicht billigen
Herkunft:
abgeleitet vom lateinischen distantiaEntfernung, Abstand“, daneben auch vom französischen distance, abgeleitet von lateinisch distarevoneinander wegstehen“; das Verb wurde im 20. Jahrhundert bei Pferderennen vom englischen distance und französischen distancer für „deutlich hinter sich lassen“ verwendet, danach für alle sportlichen Wettkämpfe
Synonyme:
[1] abhängen, ausstechen, überbieten, überholen, übertrumpfen, weit hinter sich lassen, metaphrastisch: alt aussehen lassen
[2] abrücken, ablehnen, sich abgrenzen, sich abwenden, sich entfernen, nichts zu tun haben wollen
Gegenwörter:
[1] unterliegen, zurückbleiben
[2] sich annähern, sich einverstanden erklären, zustimmen
Beispiele:
[1] Vorige Saison feierte der FC Bayern am 31. Spieltag die vorzeitige Meisterschaft. Samstag geht es für die Münchner darum, einen Rivalen zu distanzieren.
[1] Beim Weltcup-Auftakt der Mountainbiker in Pietermaritzburg/Südafrika distanzierte die 23-Jährige Tirolerin auf der 26,5 km langen Konkurrenz nach 1:40:50 Stunden die zweitplatzierte russische Olympia-Dritte Irina Kalentjewa um gleich 2:07 Minuten.
[2] Denn mit der Pubertät distanzieren sich junge Frauen immer weiter von den von ihnen als "männertypisch" eingeschätzten Feldern.
[2] Doch in letzter Zeit sieht es so aus, als würde sich Medwedjew immer mehr von Putin distanzieren.
[2] „Somit wolle er sich auch von der Sprachkritik eines Sebastian Sick distanzieren, der an sprachlichen Fehltritten jeglicher Art herumkrittele.“
Übersetzungen:


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