erbringen
Verb:

Worttrennung:
er·brin·gen, Präteritum: er·brach·te, Partizip II: er·bracht
Aussprache:
IPA [ɛɐ̯ˈbʁɪŋən]
Bedeutungen:
transitiv:
[1] ein Resultat hervorbringen, ein Ergebnis liefern
[2] einen wirtschaftlichen Gewinn erzeugen/abwerfen
[3] finanzielle Mittel aufbringen (zahlen)
[4] Recht und Schriftdeutsch; als Wortverbindung mit einem Substantiv, meist in verstärkender Bedeutung (zum Beispiel: „einen Beweis erbringen“ im Sinne von und statt „beweisen“): ein Faktum zur Wahrheitsfindung beisteuern
Herkunft:
Derivation (Ableitung) des Verbs bringen mit dem Präfix er-
Gegenwörter:
[1] ergebnislos bleiben, vereiteln, verpuffen, versanden, zum Scheitern bringen
[2] Verluste erzeugen, vernichten, umgangssprachlich: floppen
[3] schulden, schuldig bleiben, Zahlung: verweigern
[4] verweigern
Beispiele:
[1] Die Protestierenden wollen damit symbolisch "ein Opfer für die Demokratie" erbringen.
[1] Die angesprochenen „Südeuropäer“ (Portugal, Spanien und Italien) müssen massive Anstrengungen erbringen, um die schon längerfristig beobachtbaren Struktur- sowie die aktuellen Budgetprobleme bewältigen zu können.
[2] Schon ein Sparbuch mit mittelmäßigen Zinsen hätte mehr erbracht, Tagesgeldkonten fast das Doppelte.
[2] Die Süddeutsche Zeitung berichtete, die Verfolgung der Steuerdelikte könnte der öffentlichen Hand sogar bis zu 400 Millionen Euro erbringen.
[3] Bedingung ist nur (wie auch bei anderen steuerbegünstigten Geldanlagen), daß die Beitragsleistung nicht mit Hilfe von Krediten, sondern aus eigenen Mitteln erbracht wird, und daß die Versicherung während einer Mindestdauer von drei Jahren weder beliehen, noch abgetreten, noch zurückgezahlt wird.
[3] Für den Teil der Bauleistungen, der vom Bauherrn nicht aus eigener Kraft erbracht werden kann, können Kredite zu vier Prozent Zinsen und einem Prozent Tilgung aufgenommen werden.
[4] Daraufhin öffneten sie die Stelle des Körpers unter Wasser, Luftbläschen zischten an die Oberfläche. Damit hatten sie den Beweis erbracht, dass der Mann nicht nur eine Schussverletzung hatte, sondern auch einen sogenannten Spannungspneumothorax (3) – die Ärzte hatten versehentlich in seine Lunge gestochen.
[4] Wieder erbrachte das Publikum den Beweis, dass es mehr als eine tumbe Masse von Kunden ist und gerade von den Künstlern noch Antworten erwartet auf die drängenden Fragen der Gegenwart.
Übersetzungen:


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