fett
Adjektiv:

Worttrennung:
fett, Komparativ: fet·ter, Superlativ: am fet·tes·ten
Aussprache:
IPA [fɛt]
Bedeutungen:
[1] dick aufgrund von Fett im Körper (gegenüber Menschen meist abwertend)
[2] Nahrung: viel Fett enthaltend
[3] umgangssprachlich für groß, bedeutend
[4] Typographie: in dicken Buchstaben
[5] vom Boden: fruchtbar
[6] umgangssprachlich, Jugendsprache: Ausdruck der Wertschätzung, der Anerkennung
[7] umgangssprachlich: Ausdruck bei einer geschehenen Unverschämtheit (im Gegensatz zu [6]; für Jugendliche meist irreführend)
Herkunft:
[6] Jugendsprache der 2000er Jahre
Synonyme:
[1] adipös, dick, fettleibig
[4] in Fettdruck, in Fettschrift
[6] umgangssprachlich: geil, cool, krass
[7] frech, unverschämt
Gegenwörter:
[1–5] mager
[6] beschissen
[7] höflich, freundlich
Beispiele:
[1] Die Thunfische werden in Umzäunungen gehalten und gefüttert, bis sie fett sind.
[1] „Eine fette Frau verlangte ihm den Groschen ab, dann schlug sie einen schmutzigen Vorhang zurück.“ (Klabund: Bracke)
[2] Fettes Fleisch schmeckt einfach besser.
[3] Das schwer beladene Schiff versprach fette Beute.
[3] Da hat er mir dann eine fette Fünf reingesemmelt.
[4] In der Einleitung wird das Lemma fett gesetzt wiederholt.
[5] Er bewunderte die fetten, saftigen Wiesen.
[6] Dort steht ein fettes Auto (= ein gutes, bewundernswertes Auto)
[7] Da nahm er mir einfach den Parkplatz weg. Das fand ich echt fett.
Redewendungen:
[1] selber essen macht fett
[2] das macht den Kohl auch nicht fett/das macht den Kohl nicht fett
des Wahnsinns fette Beute sein
Übersetzungen: Konjugierte Form: Worttrennung:
fett
Aussprache:
IPA [fɛt]
Grammatische Merkmale:
  • 2. Person Singular Imperativ Präsens Aktiv des Verbs fetten

Fett
Substantiv, n:

Worttrennung:
Fett, Plural: Fet·te
Aussprache:
IPA [fɛt]
Bedeutungen:
[1] Chemie: Gruppe organischer chemischer Stoffe, Tri-Ester des dreifachen Alkohols Glycerin (Propan-1,2,3-triol) und verschiedener, überwiegend geradzahliger und unverzweigter aliphatischer Monocarbonsäuren (Fettsäuren)
[2] Biologie: einer der Grundnährstoffe höherer Lebewesen
[3] umgangssprachlich: Übergewicht, Fettgewebe
[4] Lebensmittel, Nahrungsmittel, eine Zutat zu gekochten, gebratenen oder gebackenen Speisen
[5] Technik: ein zäher Schmierstoff
Herkunft:
mittelniederdeutsch vet, vette, niederländisch vet; das Wort erscheint im Hochdeutschen erst im 15. Jahrhundert.
Synonyme:
[1] fettes Öl; Triacylglycerin
[3] Fettmasse, Fettpolster
umgangssprachlich scherzhaft: Speck
Medizin, Physiologie: Fettdepot, Fettgewebe
[5] Schmiere
Beispiele:
[1, 2] Ich hatte von manchen Arten Fett gehört, von Schweinefett und Heringsfett und Leichenfett, aber von Metallfett noch nicht.“
[1, 2] Es gibt gesunde und ungesunde Fette.
[3] Ich habe zu viel Fett auf den Hüften.
[3] Viele der heutigen Schüler schleppen ein enormes Fett mit sich herum, das sie von Erfolgen im Barrenturnen abhält.
[4] Ich esse sehr viel Fett.
[4] „Mehr Fett war nur den Einwohnern Zellerfelds zugeteilt, unter denen viele Bergleute waren, also Schwerstarbeiter - ansonsten lag Hildesheim mit 90 Gramm pro Woche an der Spitze.“
[4] „Viel schlimmer als mit Obst und Gemüse steht es mit dem Fleisch, mit Fett und mit Eiern.“
[5] Kein Wunder, dass es knirscht: Du hast zu wenig Fett genommen.
Redewendungen:
sein Fett abbekommen, sein Fett wegbekommen
sein Fett weghaben
Übersetzungen:


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