geben
Verb, unregelmäßig:

Worttrennung:
ge·ben, Präteritum: gab, Partizip II: ge·ge·ben
Aussprache:
IPA [ˈɡeːbn̩]
Bedeutungen:
[1] jemandem etwas reichen beziehungsweise in die Nähe oder Hände legen
[2] unpersönlich, in Verbindung mit es: da sein; vorhanden sein
[3] österreichisch, sonst landschaftlich: etwas an oder in etwas tun
[4] reflexiv: langsam weniger werden; schwächer werden; nachlassen, bis es verschwunden ist
Herkunft:
Erbwort von mittelhochdeutsch geben, zu althochdeutsch geban in der ursprünglichen Bedeutung „bringen, reichen; nehmen
Synonyme:
[1] abtreten, reichen, übertragen, vermachen
[1] aushändigen, hinreichen, in die Hand drücken, übergeben, überlassen, überreichen
gehoben: darbieten, darreichen, zukommen/zuteilwerden lassen
oft gehoben: reichen
bildungssprachlich: präsentieren
umgangssprachlich: langen, rüberwachsen lassen
Papierdeutsch: verabreichen; Papierdeutsch veraltend: verabfolgen
[1] schenken, gewähren, zum Geschenk machen, zustecken
schweizerisch: vergaben
gehoben: bedenken, beglücken, stiften, zukommen/zuteilwerden lassen
umgangssprachlich: spendieren
gehoben oder ironisch angedeihen lassen
leicht scherzhaft: verehren
veraltet: zueignen
[2] auftreten, bestehen, existieren, sich befinden, sich finden, sein, vorkommen, landschaftlich, besonders süddeutsch, österreichisch: haben
[3] dazutun, hineintun, südwestdeutsch: machen
[4] abklingen, aufhören, enden, sich legen, vergehen, gehoben: schwinden
Gegenwörter:
[1] nehmen
[1] bekommen, erhalten, empfangen
Beispiele:
[1] Er gibt die Jacke seiner Freundin.
[1] Gib mir bitte die Schere.
[1] Bittet, so wird Euch gegeben; suchet, so werdet Ihr finden; klopfet an, so wird Euch aufgetan.
[2] Wo gibt es billige Kinderkleidung?
[2] Dieses Jahr gab es schon sehr früh neue Kartoffeln.
[2] Oh, hallo. Dich gibt es also auch noch?
[2] Es gibt Neuigkeiten.
[2] Gibt es einen Gott?
[3] Zum Pochieren von Eiern soll man einen kräftigen Schuss Essig in das Kochwasser geben.
[3] Zuletzt geben Sie das Dressing an den Salat.
[4] Mit der Zeit gibt sich sogar der Schmerz.
[4] Mach' dir nicht so viele Sorgen um die Pusteln, das gibt sich wieder.
Redewendungen:
[1] dem Kind einen Namen geben
[1] etwas dem Kind einen Namen geben
[1] grünes Licht geben
[1] jemandem das letzte Hemd geben
[1] jemandem den Rest geben
[1] jemandem den Laufpass geben
[1] jemandem etwas an die Hand geben
[1] jemandem etwas zu verstehen geben
[1] nichts auf etwas geben
[1] seinen Segen zu etwas geben
[1] sich die Kante geben
[1] etwas den letzten Schliff geben
[2] sich gelassen geben ()
Übersetzungen:


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