gen
Präposition: Worttrennung:
gen
Aussprache:
IPA [ɡeːn]
Bedeutungen:
[1] veraltend, lokale Präposition (örtliches Verhältniswort) mit dem Akkusativ: auf etwas hin
Synonyme:
[1] gegen, nach, zum/zur
Beispiele:
[1] „Rechts von mir sah ich die Miljačka durch die Talsohle fließen und auf den Hügeln der Stadt die zahllosen Moscheen, deren erhaben-anmutige Minarette gen Himmel zeigten.“
[1] „Sein Ziel war es, sich auf dem Sterbebett taufen zu lassen und als reines Christenkind gen Himmel zu fahren.“
[1] „Für Reisen gen Osten wird beispielsweise Brindisi zum Hafen von Mitteleuropa.“
[1] „Vor seinem Aufbruch gen Osten kehrte Csoma, wenn auch nur für wenige Monate, nach Transsilvanien zurück.“
[1] „Unterwegs entschlossen wir uns heut auf die Redoute zu gehn, soupirten noch lustig beim Lothringer u. kamen gen halb 10 auf den Sal.“
Übersetzungen:
Gen
Substantiv, n:

Worttrennung:
Gen, Plural: Ge·ne
Aussprache:
IPA [ɡeːn]
Bedeutungen:
[1] Biologie, Vererbungslehre: Sequenz auf der DNA, die mit einer bestimmten Basenabfolge für eine Ribonukleinsäure codiert
Herkunft:
  • Die Bezeichnung „Genetik“ wurde 1906 durch William Bateson eingeführt; darauf aufbauend prägte der dänische Botaniker Wilhelm Johannsen 1909 den Ausdruck „Gen“. Der Terminus technicus „Gen“ wurde seit seiner Einführung im Jahr 1909, als er inhaltlich noch im Wesentlichen durch die abstrakte Definition des Erbfaktors nach Gregor Mendel gefüllt war, im Laufe der Forschungsgeschichte bis zum heute gültigen Begriff über manche inhaltliche Zwischenstufen hinweg konkretisiert.
  • von griech. γένος (génos) Geschlecht, Gattung
Synonyme:
[1] Erbanlage, Erbfaktor
Beispiele:
[1] "Daß in der Zelle individuelle, selbstreplizierende "Elemente" … vorliegen, die für die Ausprägung einzelner erblicher Merkmale verantwortlich sind, hatte Gregor Mendel schon 1865 mit seinen Erbsenkreuzungen deutlich gemacht. … Diese "Elemente", oder Erbfaktoren, von Johannsen 1906 in Gene umgetauft, hatten rein formal gesehen, die Funktion der Informationsträger in von Neumanns Maschinen, …"
[1] "Zunächst ist Dawkins Gen nicht das Gen der Vererbungsforschung. Es ist das schwammigste Gen, das es je gab. Das jahrze[h]ntelange Bemühen der Genetik, diesen Begriff aus den Höhen der Abstraktion Mendels zu einem handfesten, wohl abgegrenzten Stück DNA zu machen, wird weggewischt, das Gen wird neu definiert als "Einheit der Selektion": "Das Gen ist ein kleines Stückchen Chromosom, das potentiell viele Generationen überdauert" (wie aufschlußreich!) oder "Gene besitzen keine Voraussicht, sie existieren ganz einfach" (wer hätte das gedacht?) oder "Das Gen ist die Grundeinheit des Eigennutzes" (endlich wird die Genetik zur Wissenschaft!) und schließlich "Ich habe nunmehr das Gen so definiert, daß es wirklich kaum möglich ist, daß ich nicht recht habe". Vor allem aber sind Dawkins Gene "egoistisch" … "
[1] "Mit der gedanklichen Aufteilung des Erbguts in einzelne Gene begründete Mendel 1865 die Wissenschaft der Genetik. … Gene waren bei sexueller Fortpflanzung neu kombinierbar, d.h. sie verhielten sich als Einheiten bei der Rekombination. Jedes Gen steuerte die Ausbildung eines bestimmten Merkmals und war somit zugleich die Einheit der Funktion. Später erkannte man das Vorkommen von Mutationen. Gene konnten in verschiedenen Zuständen vorliegen und wurden so auch zu Einheiten der Mutation. Mehrere Jahrzehnte blieb diese dreifache Definition des Gens als Einheit der Rekombination, Funktion und Mutation widerspruchsfrei. …"
[1] „Das Misstrauen gegenüber gentechnisch veränderten Lebensmitteln ist zwar groß, allerdings sind »Gene« natürlich in jedem Lebewesen und damit auch in allen Nahrungsmitteln enthalten.“
Übersetzungen: Abkürzung: Bedeutungen:
[1] Militärwesen: General (Dienstgrad der Bundeswehr)
[2] Bibel: das Buch Genesis (1. Buch Mose)
Synonyme:
[1] G
Gegenwörter:
[2] Ex, Lev, Num, Dtn
Übersetzungen:


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