grapschen
Verb:

Worttrennung:
grap·schen, Präteritum: grapsch·te, Partizip II: ge·grapscht
Aussprache:
IPA [ˈɡʁapʃn̩]
Bedeutungen:
[1] umgangssprachlich, transitiv:
[1a] etwas rasch ergreifen, etwas an sich raffen
[1b] (sich) jemanden greifen, jemanden ergreifen
[2] umgangssprachlich, intransitiv: schnell nach etwas greifen, schnell irgendwohin greifen
Herkunft:
abgeleitet vom mundartlichen grappen „raffen“, stellt somit die hochdeutsche Variante von niederdeutsch grabben, grabbeln dar
Synonyme:
[1] ergreifen, schnappen
[1a] hinlangen, klauen, raffen, zusammenraffen
[1b] fassen, festnehmen, packen
[2] befingern, befummeln, berühren, betasten, herumtasten, zugreifen
Beispiele:
[1a] Der Ausgestoßene sieht den abstinenten Gastgeber morgens um sechs verzweifelt nach einer Zigarette grapschen.
[1a] Den Tagessieg grapschte sich der Finne Ahonen (131,5), wodurch es im Wettkampf ob des umstrittenen k.o.-Systems zum Duell gegen Garmisch-Sieger Janda (Tch) kommen wird.
[1b] Grapsche dir einen Verkäufer, der dir die Vor- und Nachteile des Gerätes erklären soll.
[1b] Er grapscht sich im Tanzkurs immer die hübschesten Tanzpartnerinnen.
[2] „ […] Kaum war der Mantel kürzer, schon haben die Männer auf der Straße und in den Taxis zu grapschen begonnen.“
[2] Von Hauseigentümern bis zu Lebensmittelhändlern, von Pornoheftverkäufern bis zu Zeitschriftenverlegern nutzten Scharen gieriger Westler die günstige Gelegenheit und grapschten hemmungslos nach preiswertem Fleisch und billigen Brötchen, nach Zeitungstiteln, Versicherungen, Hotels, Leistungssportlern und Callgirl-Aspirantinnen.
Übersetzungen:


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