grillen
Verb:

Flexion

Worttrennung:
gril·len, Präteritum: grill·te, Partizip II: ge·grillt
Aussprache:
IPA [ˈɡʁɪlən]
Bedeutungen:
[1] transitiv, intransitiv: (im Freien zumeist in geselliger Runde) etwas bei offener Hitze auf dem Rost garen
[2] intransitiv, reflexiv; scherzhaft: (sich) von der Sonne (ausgiebig, übermäßig) bescheinen lassen; (sich, die Haut oder dergleichen) von der Sonne so stark bräunen, dass eine Hautrötung oder -entzündung hervorgerufen wird
[3] transitiv: jemanden mit (vielen) Fragen hart bedrängen, zusetzen; jemanden einem langen und andauernden Verhör, Kreuzverhör unterziehen; aufdringlich ausfragen
Herkunft:
Es handelt sich um eine seit den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts bezeugte Entlehnung vom gleichbedeutend englischen grill, dies über das französische Wort griller von grille = der Gitterrost[Quellen fehlen]
Synonyme:
[1, 2] braten
[1] rösten; schweizerisch: bräteln; namibisch: braaien
[2] verbrennen
[3] ausfragen, befragen, verhören, vernehmen
Gegenwörter:
[1] brotzeln/brutzeln, braten, dämpfen, dünsten, kochen
[1] süddeutsch: brägeln/bregeln
Beispiele:
[1] Bei diesem Sommerwetter sollten wir grillen.
[1] „Man ſchneit ſo hinein in die Tragödien. Hat ſich eben noch auf dem Gerichtskorridor mit Kollegen ereifert, ob man die geſtrigen drei Pique ſo oder anders hätte ſpielen ſollen, ob man Tomaten grillen kann, ob René Clair wichtig iſt, dann drückt man die Türklinke herunter und tritt ein in eine fremde Wirklichkeit.“
[1] „Tagtäglich wird hier auf das raffinierteste gekocht, gebraten, gegrillt und gebacken und schließlich serviert.“
[1] „Die im Westen sitzen am Wochenende genau wie wir in ihren kleinen Wochenendhäuschen und trinken Kaffee und grillen und singen Lieder.“
[1] „Ich kenne eine Mutter, die Buchenwald überlebt hat und ihre Tochter nie Schuhe mit Holzsohlen tragen ließ und nie erlaubt, daß man in ihrer Gegenwart Fleisch grillt.
[1] „»Die Markheimer sind ein Pack«, brach es aus ihr heraus, »das ganze Jahr beklagen sie sich, hier sei nichts los, und wenn man einmal etwas auf die Beine stellt, grillen sie lieber Würstchen im Garten!«“
[1] bildlich: „Andere wiederum heizen ihr Auto auf 43 Grad hoch, um die Leute hintendrin regelrecht zu grillen – oder sie brüllen in ihr Handy, um das Radio zu übertönen.“
[2] „Selbst im Urlaub will die FDP künftig ihre Kunden nicht aus dem Griff lassen. Im Mittelmeer, wo die Deutschen in der Sonne grillen, möchte sie einen Piratensender aufbauen, der vom offenen Meer aus die Küsten bestrahlt: mit Musik.“
[2] „An den goldenen Stränden der Provinz Málaga, wo Charter-Touristen und Schickeria grillen, fielen schon 500 Häuser und Hütten den Abbruchmaschinen des Ministeriums für öffentliche Bauten (Mopu) zum Opfer.“
[2] „Bei bis zu 33 Grad Celsius zeigten jedoch wenige der 8000 Freibad-Besucher Interesse, sich im Sand der Anlage die Füße zu grillen.
[2] „Ein Sonnenanbeter war er nie gewesen. Er konnte nicht nachvollziehen, wieso man sich stundenlang grillen ließ.“
[3] „Zeugenaussagen können Schimären sein. Indizien haben oft mehr Beweiskraft. Da ist es nicht nur das Recht der Verteidiger, Zeugen regelrecht zu grillen, es ist ihre Pflicht.“
[3] „Woche um Woche grillten sie Barbie: Wer waren seine Kontaktleute im Ellersieck-Netz gewesen, wie war er ‚Selection Board‘ entkommen, wer hatte ihm auf der Flucht geholfen?“
Übersetzungen:
Grillen
Substantiv, n:

Worttrennung:
Gril·len, kein Plural
Aussprache:
IPA [ˈɡʁɪlən]
Bedeutungen:
[1] der Vorgang, dass eine Speise gegrillt wird
[2] geselliges Beisammensein, bei dem Speisen gegrillt werden
Herkunft:
Substantivierung des Verbs grillen durch Konversion
Synonyme:
[2] Grillabend, Grillparty
Beispiele:
[1] Das Fleisch eignet sich zum Braten und Grillen.
[2] Wir sind heute Abend zum Grillen eingeladen.
Übersetzungen: Deklinierte Form: Worttrennung:
Gril·len
Aussprache:
IPA [ˈɡʁɪlən]
Grammatische Merkmale:
  • Nominativ Plural des Substantivs Grille
  • Genitiv Plural des Substantivs Grille
  • Dativ Plural des Substantivs Grille
  • Akkusativ Plural des Substantivs Grille



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