hausen
Verb, intransitiv:

Flexion

Worttrennung:
hau·sen, Präteritum: haus·te, Partizip II: ge·haust
Aussprache:
IPA [ˈhaʊ̯zn̩]
Bedeutungen:
[a] umgangssprachlich abwertend: unter schlechten Bedingungen wohnen
[b] abwertend: abgesondert wohnen, sodass man keinen Einblick in jemandes Lebensweise bekommt
[c] umgangssprachlich, oft scherzhaft: wohnen
[2] umgangssprachlich abwertend: wüten, Verwüstungen anrichten
[3] veraltet: gut haushalten; sparen
Herkunft:
laut Kluge ist das Wort seit dem 11. Jahrhundert, die heutige Bedeutung seit dem 16. Jahrhundert bezeugt; zunächst in der Bedeutung „wohnen, wirtschaften, haushalten“, häufig übel (böse und so weiter) hausen, dann festgeworden für „schlecht mit etwas umgehen“
laut Duden entstammt das Wort dem Mittelhochdeutschen hūsen, welches seinerseits dem Althochdeutschen hūson „wohnen, sich aufhalten; sich wüst aufführen“ entspringt
Beispiele:
[1a] Sie hausten nach dem Krieg in einem Keller.
[1b] In den Wäldern hausten Räuber.
[1c] Sie haust in ihrer gemütlichen Dachwohnung.
[1c] In meinem Herzen haust nur du.
[2] Das Unwetter hat gestern Abend schlimm gehaust.
[2] Im Dreißigjährigen Krieg hausten die Schweden schrecklich in hiesiger Gegend.
Redewendungen:
[2] wie die Vandalen hausen
Übersetzungen:
Hausen
Substantiv, m:

Worttrennung:
Hau·sen, Plural: Hau·sen
Aussprache:
IPA [ˈhaʊ̯zn̩]
Bedeutungen:
[1] großer Stör, dessen Rogen als Kaviar verwendet wird
Beispiele:
[1] Der Hausen ist vom Aussterben bedroht.
Substantiv, n, Toponym: Worttrennung:
Hau·sen, kein Plural
Aussprache:
IPA [ˈhaʊ̯zn̩]
Bedeutungen:
[1] häufigster Ortsname in Deutschland
Beispiele:
[1] Morgen fahren wir nach Hausen.



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