hieven
Verb:

Worttrennung:
hie·ven, Präteritum: hiev·te, Partizip II: ge·hievt
Aussprache:
IPA [ˈhiːfn̩], [ˈhiːvn̩]
Bedeutungen:
[1] transitiv, Seefahrt: eine Last hochziehen, mit einer Winde nach oben befördern
[2] transitiv, umgangssprachlich: etwas Schweres heben und an eine Stelle befördern
[3] transitiv, umgangssprachlich, übertragen:
[3a] jemanden in ein Amt, auf einen Posten bringen
[3b] etwas mit Aufwand auf einen höheren Stand, eine höhere Ebene bringen
Herkunft:
um 1800 in die Seemannssprache entlehnt aus gleichbedeutend englisch heave, vergleiche heben
Synonyme:
[1] aufseilen, aufwinden, heraufziehen/hinaufziehen, hochhieven, hochwinden, hochziehen, von Ankern: lichten
[2] umgangssprachlich: wuchten
[3a] einsetzen
[3b] anheben, heben
Gegenwörter:
[1] abseilen, herunterlassen/hinunterlassen
[3a] umgangssprachlich: absägen
[3b] senken
Beispiele:
[1] „Früh morgens beim Hellwerden begannen wir mit dem Einnehmen unseres Heckankers, anschließend hievten wir unsere Ankerketten kurzstag und den Steuerbord-Anker ganz auf.“
[2] „Der Concierge im Hotel trägt neuzeitliches Anthrazit, er hievt den Koffer mit jener beleidigten Exaltiertheit aus dem Auto, die Menschen an den Tag legen, die sich von der Welt missachtet fühlen.“
[2] „Diantha hievte in der Küche einen Truthahn aus dem Rohr.“
[3a] „Im Sommer vergangenen Jahres stiegen dann die Tchibo-Erben Wolfgang und Michael Herz als neue Großinvestoren ein und hievten umgehend ihren alten Bekannten Bruno Sälzer auf den Chefsessel.“
[3a] „Helfershelfer versuchen demnach, landesweit gezielt Karsai-Anhänger ins Parlament zu hieven.
[3a] „Hohn sei es denn auch gewesen, der alle Hebel in Bewegung gesetzt habe, um Francioni an die Spitze der Deutschen Börse zu hieven, ist aus Frankfurter Börsenkreisen zu erfahren.“
[3a] „Martin wurde von einer massiven Labour-Mehrheit ins Amt gehievt, ohne das gesamte Parlament hinter sich zu haben.“
[3b] „Immer wieder haben sie in der Vergangenheit Währungen auf Kursniveaus gehievt, die für die Wirtschaft schädlich waren.“
[3b] „Aufgeschreckt von dem Wahlausgang in Bayern drängen die Liberalen seit Sonntag mit aller Macht in die Öffentlichkeit; sie wollen die Partei bei der Bundestagswahl am kommenden Sonntag über die fünf-Prozent-Hürde hieven.
[3b] „Ursprünglich hatte sich die Politik das Ziel gesetzt, die ostdeutschen Länder mit dem Solidarpakt II […] von den derzeitigen 71 Prozent auf mindestens 80 Prozent des Westdurchschnitts zu hieven.
[3b] „Doch die Bombe würde den Iran schlagartig über seine sunnitischen Nachbarn hieven und auf eine machtpolitische Stufe mit Israel stellen.“
Übersetzungen:


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