jemanden an der Nase herumführen
Redewendung: Worttrennung:
je·man·den an der Na·se he·rum·füh·ren
Aussprache:
IPA [ˈjeːmandn̩ an deːɐ̯ ˈnaːzə həˈʁʊmˌfyːʁən]
Bedeutungen:
[1] jemanden anlügen, täuschen
Herkunft:
[1] Schon im Alten Testament der Bibel ist die Rede von Ringen, die, durch die Nase gezogen, zur nachhaltigen Disziplinierung beitragen sollten.
Bekannter wurde der Begriff aber wohl durch mittelalterliche Tierbändiger, die auf Jahrmärkten gelegentlich Tanzbären (→ Wikipedia) vorführten - eigentlich wilde Tiere, die das eine oder andere Kunststückchen zeigten.
Damals wie heute werden auch Stieren Ringe durch die Nase gezogen. Das ist weit weniger schmerzhaft, als es aussieht, aber die kräftigen und widerspenstigen Tiere werden erheblich zahmer, wenn sie an der Nase, ihrer empfindlichsten Stelle, geführt werden.
Synonyme:
[1] anlügen, anschwindeln, austricksen, foppen, hereinlegen, hineinlegen, irreführen, irreleiten, narren, nasführen, täuschen, überlisten, übervorteilen, veräppeln, veralbern, verarschen, vergackeiern, verhohnepipeln, verkohlen, verlachen, verulken, unehrlich sein, unfair sein
Andere Redewendungen mit der Bedeutung jemanden täuschen:
Gegenwörter:
[1] ehrlich, fair, offen zu jemandem sein
Beispiele:
[1] Was sagst du da? Er hat mich also die ganze Zeit an der Nase herumgeführt!
[1] Weil du denn wider mich tobest vnd dein vbermut fur meine Ohren er auff komen ist, So wil ich dir einen Rinck an deine Nasen legen vnd ein Gebis in dein Maul vnd wil dich den weg widerumb füren da du her komen bist.
Übersetzungen:


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