kleckern
Verb:

Flexion

Worttrennung:
kle·ckern, Präteritum: kle·cker·te, Partizip II: ge·kle·ckert
Aussprache:
IPA [ˈklɛkɐn]
Bedeutungen:
[1] intransitiv: Flüssigkeit heruntertropfen oder Feuchtigkeit enthaltende Speisen herabfallen lassen
[2] transitiv: etwas beflecken
[3] intransitiv: bei einer Tätigkeit zögerlich vorgehen, nur langsam ausführen
[4] intransitiv: nur wenige Mittel für die Erreichung eines Zieles aufwenden
Herkunft:
Iterativbildung zum heute nur mehr mundartlich gebrauchten Verb klecken „wenn Flüssigkeit geräuschvoll fällt“
Synonyme:
[1] schlabbern, tropfen, tröpfeln
[2] beflecken
[3] zaudern, zögern
[3] österreichisch: brodeln
[4] dosieren, geizen, maßhalten, rationieren, umgangssprachlich: knausern, knickern
Gegenwörter:
[1] aufpassen, schütten
[2] reinigen
[3] hasten
[4] hineinbuttern, klotzen, verschleudern
Beispiele:
[1] Da würde vielleicht der liebe Gott auch dem Melcher das Kleckern noch abgewöhnen, den Heini von Seeburg zur Vernunft bringen und die Puechsteinischen Blutzecken aus der Trutzburg hinausblasen, vor allem dieses schamlose Weibsbild mit dem Hexenhaar und den unsittlichen Waden!
[1] Nach einer Weile sagte Doris: »Fräulein müssen nicht so kleckern, ich hab' schon die ganze Taille und das ganze Gesicht voll Farbe.«
[1] Die ersten zwei Löffel ißt er ganz normal, ohne zu kleckern. Den dritten vollen Löffel leert er neben seinen Teller.
[1] Im übrigen hat Frau Ferres ihre Tochter sehr lieb und ist eine gute Mutter, auch wenn Lilli einmal ungezogen ist und auf das Tischtuch kleckert.
[2] Eine normale Druckerpatrone lässt sich bis zu zehnmal auffüllen. Nachteil: Ist die befüllte Patrone nicht richtig zu, kleckert Tinte in den Drucker und das kann zu Schäden führen.
[2] Es existiert das Gerücht, dass der deutsche Chemiker Ferdinand Friedlieb Runge (1794 –1867; Begründer der Anilin-Chemie und Entdecker des Coffeins) zum Entsetzen seiner Frau Rotwein auf das Damast-Tischtuch kleckert – und sich an den entstehenden Farbringen erfreut.
[3] „Regen prasselte aufs Rotterdamer Pflaster, Leute kleckerten langsam vorbei, von den Markisen tröpfelte es, und mein Sound plätscherte so dahin.“
[4] Die FAZ wollte nicht nur kleckern und meinte: "Etwas Besseres konnte der deutschen Literatur nicht passieren".
[4] Russische Millionärinnen kleckern nicht.
[4] Die Große Koalition in Berlin dürfe technologiepolitisch nicht kleckern.
Redewendungen:
Nicht kleckern, sondern klotzen! — keine halben Sachen, sondern ganz und gar
Übersetzungen:


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