kopfüber
Adverb: Worttrennung:
kopf·über
Aussprache:
IPA [kɔp͡fˈʔyːbɐ]
Bedeutungen:
[1] auch übertragen: mit dem Kopf zuerst; mit dem Kopf voran
Herkunft:
Adverbkompositum, zusammengesetzt aus dem Substantiv Kopf und dem Adverb über
Synonyme:
[1] norddeutsch: koppheister
[1] Deutschland landschaftlich veraltend: kopfvor
[1] Schweiz; Österreich und Deutschland seltener: kopfvoran
[1] veraltet: häuptlings
Gegenwörter:
[1] ärschlings, bäuchlings, rücklings
Beispiele:
[1] „Die tragischsten Fälle waren zwei Jungen, die kopfüber in die Regentonne gekippt sind“, sagt Kirschstein.
[1] „Plötzlich geht er leicht in die Knie, stösst sich ab und springt kopfüber in die Tiefe.“
[1] übertragen: „Statt über die Bürde der Tradition zu klagen und sich in der Nische der Tanzverweigerung zu verkriechen, stürzt er sich kopfüber ins Experiment.“
[1] übertragen: „Olga Esina nähert sich neuerlich der Kindfrau, die sich kopfüber in die Liebe stürzt, und es fällt ihr wieder schwer.“
[1] „Um wirklich alle zu reinigenden Stellen zu erreichen, müssen Gebäudereiniger/innen auch manchmal kopfüber am Seil arbeiten – aber das ist eher die Ausnahme.“
[1] „Fledermäuse tun etwas, was sonst kein Tier tut: sie schlafen kopfüber!
[1] übertragen: „Als er sich entschloß, beruflich auf eigenen Beinen zu stehen, hatte sie sich kopfüber in die Arbeit gestürzt.“
[1] übertragen:Kopfüber ist ein Baggerfahrer mit seinem Gefährt drei Meter tief in einen Bauschutt-Container gestürzt.“
[1] „Polizeibeamte haben einen 18-Jährigen Dieb in Hamburg-St. Georg gefasst, als er noch kopfüber in ein Auto gebeugt war.“
[1] „Rund 40 Minuten lang hat ein Mann in Hamburg-St. Pauli kopfüber in einem Sielschacht festgesteckt.“
Übersetzungen:


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