niederlegen
Verb, trennbar:

Worttrennung:
nie·der·le·gen, Präteritum: leg·te nie·der, Partizip II: nie·der·ge·legt
Aussprache:
IPA [ˈniːdɐˌleːɡn̩]
Bedeutungen:
[1] transitiv: etwas nach unten legen, etwas auf den Boden legen
[2] reflexiv: sich auf ein Bett / eine Liege legen, beispielsweise zum Schlafen
[3] von etwas (beispielsweise einem Amt, einer Position, einem Mandat) zurücktreten
[4] in der Kombination 'die Arbeit niederlegen': streiken
[5] etwas schreiben, etwas schriftlich fixieren
Synonyme:
[2] hinlegen
Gegenwörter:
[2] aufstehen
Beispiele:
[1] »Wenn die Zeit der Klausur um ist legen sie sofort den Stift nieder.«
[1] „Am Vormittag werden Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und Landtagspräsidentin Ilse Aigner in der Gedenkstätte einen Kranz niederlegen […].“
[2] »Ich bin völlig kaputt, ich muss mich mal zu einem Mittagsschläfchen niederlegen.«
[3] Nach Querelen im Vorstand legte er den Vereinsvorsitz nieder.
[3] „Der CDU-Landesvorsitzende Vincent Kokert zieht sich überraschend aus der Politik zurück. Der 41-Jährige legt alle seine Ämter aus privaten Gründen nieder.
[3] [Der Umwelt- und Wasserminister Neno Dimov] „wurde festgenommen und musste sein Amt niederlegen.
[3] „Seit über zwei Jahren läuft in Deutschland der Prozess gegen die mutmassliche NSU-Terroristin Beate Zschäpe. Drei von vier Verteidigern wollten nun ihr Mandat niederlegen. Das Gericht hat das abgelehnt.“
[4] „Die Mitarbeiter der hannoverschen Gilde-Brauerei wollen am Mittwoch für gut 14 Stunden ihre Arbeit niederlegen.
[5] „Das Berufsbildungsgesetz (BBiG) schreibt vor, den wesentlichen Inhalt des Vertrages zwischen Ausbildungsbetrieb und Auszubildenden schriftlich niederzulegen.
[5] „Es gibt Philosophen, die alles, was sie zu sagen haben, in ihren Schriften niederlegen, und solche, deren Werke, sosehr sie Texte eigenen Rechts darstellen, Zeugnisse einer unermüdlichen Dialogfähigkeit sind, die sich mit dem Buchstaben des geschriebenen Worts – und sei es des eigenen – weder beruhigen kann noch will.“
Redewendungen:
[1] die Waffen niederlegen – durch Soldaten: aufhören zu kämpfen, beispielsweise in einem Krieg
Übersetzungen:

[2] sich auf ein Bett / eine Liege legen




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