poltern
Verb, intransitiv:

Worttrennung:
pol·tern, Präteritum: pol·ter·te, Partizip II: ge·pol·tert
Aussprache:
IPA [ˈpɔltɐn]
Bedeutungen:
[1] durch Rumpeln oder durch Stoßen gegen etwas zu lärmen (lauter als klappern, leiser als donnern)
[2] (übertragen:) grob schimpfen
[3] umgangssprachlich: Polterabend feiern
Gegenwörter:
[1] leise sein; auch: schleichen
[2] loben
Beispiele:
[1] Der Marder polterte im Dachboden ganz schön herum.
[1] Es polterte im ganzen Haus, als der Stapel Kisten umfiel.
[1] Es ist ohne jeden Zweifel Mittwoch; denn unüberhörbar werden die Mülltonnen aus dem Hof auf die Straße gerollt. Das rumpelt und poltert als würde ein kleiner Güterzug durch den Hausflur fahren.
[1] Die Donner des entfernten Gewitters polterten grummelnd über uns hinweg.
[2] Bei der geringsten Unachtsamkeit poltert er sofort los.
[2] Noch in seiner Regierungserklärung im Januar 2015 polterte Linkspremier Alexis Tsipras gegen den "Ausverkauf" von Staatsvermögen.
[2] Deutschland wird "total von Russland kontrolliert", poltert US-Präsident Trump beim NATO-Gipfel.
[2] Georg Winkens, ein Proband der Studie, der während der Pressekonferenz eher mürrisch auf seinem Stuhl saß, polterte bei der einzigen Frage an ihn: „Ich halte die Diskussion für überhitzt, wir sollten die Kirche im Dorf lassen. […]“
[3] „Mitunter polterten mehr Gäste als zur Hochzeit geladen waren.“
[3] Für Glück und reichlich Nachwuchs wurden dem Brautpaar früher Nüsse ins Schlafzimmer geworfen - es wurde "gepoltert".
[3] Im Mittelpunkt des Polterabends steht der Brauch, böse Geister zu vertreiben, indem man Porzellan zerdeppert. Dann heißt es: Poltern, was das Zeug hält.
Übersetzungen:


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