räudig
Adjektiv:

Worttrennung:
räu·dig, Komparativ: räu·di·ger, Superlativ: am räu·digs·ten
Aussprache:
IPA [ˈʁɔɪ̯dɪç], [ˈʁɔɪ̯dɪk]
Bedeutungen:
[1] Tiermedizin: von der Räude befallen
[2] übertragen abwertend: in oft unhöflicher rücksichtsloser Weise nicht angepasst
[3] Stoffe, Pelz: nicht mehr intakt, mit abgewetzten oder kahlen Stellen
Beispiele:
[1] Der räudige Fuchs wurde zum Abschuss freigegeben, um ihm längeres Leiden zu ersparen.
[1] „Ihre Wohnung erscheint ihm wie ein von fauligen Algen verseuchtes Aquarium, eine stickige Grube, in der Tiere mit räudigem Fell knurrend ihre Runden drehen.“
[2] Dieser räudige Bastard hat mir die Freundin ausgespannt!
[2] „Der M. bekommt sogar das Pflaster, es sei ihm um »Ideales« gegangen, was ja nie bestritten wurde; daß er in dem Moment, wo seine Auftraggeber das Geschäft für zu klein hielten und einfach hinaus wollten, räudig wurde, wird natürlich nicht gesagt, und das zu sagen steht ja dem Richter auch nicht zu.“
[2] „Trotzdem, dass der Schlosser nun ziemlich viel Geld verdiente, setzte er doch sein räudiges Verhalten gegen die Obrigkeit fort, so dass er schließlich als Aufwiegler festgenommen und verurtheilt wurde.“
[2] „Er weiß nicht, was er tun soll, aber der Wunsch, zu ihr zu gehen und sich für sein räudiges Verhalten zu entschuldigen, wird mit jeder Minute größer.“
[2] „Eine mit dem räudigsten Münchnerisch wird gefragt, wieso sie mit ihrem arabischen Namen bei der deutschen Polizei ist.“
[3] Du willst doch wohl nicht weiterhin diesen räudigen Pelzmantel tragen?
Redewendungen:
Ein räudiges Schaf steckt die ganze Herde an. – übertragen für: Ein schlechtes Mitglied verdirbt die gesamte Gesellschaft.
Übersetzungen:


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