repräsentativ
Adjektiv:

Worttrennung:
re·prä·sen·ta·tiv, Komparativ: re·prä·sen·ta·ti·ver, Superlativ: am re·prä·sen·ta·tivs·ten
Aussprache:
IPA [ʁepʁɛzɛntaˈtiːf]
Bedeutungen:
[1] jemand, etwas, eine Gruppe oder eine Kategorie vertretend; symbolisch sein für etwas
[2] ansehnlich wirkend
[3] Linguistik, speziell Sprechakttheorie: Eigenschaft einer sprachlichen Äußerung, mit der der Sprecher dem Hörer mitteilen will, dass etwas sich auf eine bestimmte Weise verhält, zugetragen hat (repräsentativer Akt/ repräsentativer Sprechakt)
Herkunft:
[3] Der Begriff wurde aus der englischen linguistischen Terminologie als representative übernommen.
Synonyme:
[3] assertiv
Gegenwörter:
[3] direktiv, kommissiv, expressiv, deklarativ
Beispiele:
[1] Nach repräsentativen Umfragen streben in den letzten Jahren konstant 23 Prozent der befragten Studierenden eine berufliche Selbständigkeit mit Bestimmtheit an.
[1] „Die Messstation [Anmerkung: NOAA, Nationale Ozean- und Atmosphärenbehörde der USA, im Observatorium auf Mauna Loa, Hawaii] ist einer der wichtigsten Referenzpunkte für CO2-Messungen und die Werte gelten als repräsentativ für die Nordhalbkugel der Erde.“
[2] Die Feier hatte einen sehr repräsentativen Charakter.
[2] „In den katholisch dominierten Gebieten, vor allem des süddeutschen Raums, zeigte sich das gegenreformatorische Streben, indem der Bau repräsentativer Ordens- und Wallfahrtskirchen vorangetrieben wurde.“
[3] Eine Zeitungsmeldung wie „Merkel auf Staatsbesuch in Russland“ ist ein repräsentativer Sprechakt; der Schreiber will darüber informieren, dass es sich tatsächlich so verhält.
Übersetzungen:


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