tanzen
Verb

Worttrennung:
tan·zen, Präteritum: tanz·te, Partizip II: ge·tanzt
Aussprache:
IPA [ˈtant͡sn̩]
Bedeutungen:
[1] sich rhythmisch bewegen, meist zu Musik
[2] einen Tanz (beispielsweise einen Gesellschaftstanz) ausführen
[3] figurativ: etwas bewegt sich heftig
Herkunft:
seit dem 12. Jahrhundert bezeugt; mittelhochdeutsch tanzen, entlehnt aus mittelniederländisch dansen (1240), übernommen von altfranzösisch dancer, dancier (um 1170), Entlehnung aus altniederfränkisch *dansian, dementsprechend althochdeutsch dansōn ‚ziehen, dehnen‘. Dieses gehört zu urgermanischem *þansōnan, eine o-stufige Iterativbildung zu *þinsjanan, woraus frühneuhochdeutsch dinsen ‚ziehen, schleppen‘; weitere siehe gedunsen, Gedöns.
Beispiele:
[1] Sie tanzt wunderschön.
[1] Wir tanzten die ganze Nacht hindurch.
[1] „In diesem Saal findet jede Woche einmal Live-Musik statt, dann tanzen wir und trinken ein paar Schnäpse.“
[1] „Seit ewigen Zeiten begleiten Musik und Tanz die Zeremonien der Menschen. Also, Leute, tanzt!
[1] Techno war das musikalische Phänomen des später 20. Jahrhunderts und hat für DJs und Musiker alles verändert. Aber für viele ist die Musik, zu der die Massen in Berlin tanzen, von gestern.
[1] [16.4.1948, Tag der Gründung Israels:] „Wir tanzten auf den Straßen und freuten uns.“
[2] Sie tanzt gerne Tango.
[1, 2] „Tanz den Gummitwist! Ta ta ta ta tanz tanz tanz! Tanz den Gummi tanz den Gummi! Co Co Co Co Com Com Com! Computer Computer! Bin 'ne kleine Stubenfliege, nichts gelernt und weiß nicht viel, verstehe nichts von Mikro-Chips, Kernkraftbomben und so'n Zeugs.“
[3] Die Flammen tanzen im Kamin.
[3] Die im Scheinwerferliecht tanzenden Schneeflocken boten einen schönen Anblick.

Redewendungen
auf zwei Hochzeiten tanzen
auf mehreren Hochzeiten gleichzeitig tanzen — mehrere Dinge parallel machen/bearbeiten
aus der Reihe tanzen
die Puppen tanzen lassen — heftig feiern
jemandem auf der Nase tanzenmachen, was man möchte ohne Rücksicht auf eine andere/einen anderen; jemanden ausnutzen
jemandem tanzen die Sterne vor Augen — k. o. geschlagen
nach jemandes Pfeife tanzenmachen, was ein anderer/eine andere sagt
nicht auf zwei Hochzeiten (gleichzeitig) tanzen können/nicht auf zwei Hochzeiten (gleichzeitig) tanzen können
um das goldenen Kalb tanzen — sich um Geld, Reichtum und Wohlstand sehr intensiv kümmern
Übersetzungen:
Tanzen
Substantiv, n

Worttrennung:
Tan·zen, kein Plural
Aussprache:
IPA [ˈtant͡sn̩]
Bedeutungen:
[1] eine Sportart, in Verbindung aus tänzerischer Bewegung und gleichzeitigem Musikgenuss
Gegenwörter:
[1] Reiten, Schwimmen, Springen (Sport)
Beispiele:
[1] Das Tanzen gefällt ihnen besonders.
Übersetzungen:


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