transportieren
Verb:

Worttrennung:
trans·por·tie·ren, Präteritum: trans·por·tier·te, Partizip II: trans·por·tiert
Aussprache:
IPA [ˌtʁanspɔʁˈtiːʁən]
Bedeutungen:
[1] transitiv: (unter Zuhilfenahme eines Transportmittels) etwas oder jemanden von einem Ort an einen anderen bringen/schaffen
[2] transitiv: etwas weiter fortbewegen und auf etwas anderes übertragen
[3] transitiv, intransitiv; Technik: mechanisch bewegen, vorwärtsschieben
[4] transitiv: (etwas, vor allem geistige Inhalte) an jemanden weitergeben, auf jemanden übertragen und so jemandem verständlich machen
Herkunft:
Es handelt sich um eine seit – je nach Quelle – dem 16., der zweiten Hälfte des 16. oder gar erst dem 17. Jahrhundert bezeugte Entlehnung aus gleichbedeutend mittelfranzösischem transporter beziehungsweise neufranzösischem transporter. Daneben kann ebenfalls italienisches trasportare mitgewirkt haben, denn in der Kaufmannssprache wurde es zunächst wohl nach italienischem Vorbild im Sinne von ‚eine#Artikel|eine Geldsumme überweisen, eine#Artikel|eine Schuld übertragen, Rechnungsposten, buchhalterische Angaben (von#von (Deutsch)|von eine#Artikel|einer Seite auf die#Artikel|die andere) übertragen‘ gebraucht (vom Ende des 16. Jahrhunderts bis Anfang des 20. Jahrhunderts). Sowohl das französische als auch das italienische Verb entstammen lateinischem transportare ‚hinüberbringen, hinüberschaffen, hinübersetzen, überführen‘, welches eine Ableitung zu dem Verb portarebefördern, bringen, führen, tragen‘ (vergleiche »apportieren«, »Deportation«, »Export«, »Import«, »kolportieren« sowie »Porto«, »Portemonnaie«, »Rapport«, »Reporter«, »Sport«) und der Präposition als präfigiertes freies Morphem transhindurch(-)‘ (vergleiche »trans-/Trans-«) ist.
Synonyme:
[1] befördern
[1] Südafrika (KwaZulu-Natal): verführen#Verb,_regelmäßig_2|verführen
Beispiele:
[1] Die Familie transportierte die Möbel in ihr neues Zuhause.
[1] „Aber Gregor sah wohl ein, daß es nicht nur die Rücksicht auf ihn war, welche eine Übersiedlung verhinderte, denn ihn hätte man doch in einer passenden Kiste mit ein paar Luftlöchern leicht transportieren können; was die Familie hauptsächlich vom Wohnungswechsel abhielt, war vielmehr die völlige Hoffnungslosigkeit und der Gedanke daran, daß sie mit einem Unglück geschlagen war, wie niemand sonst im ganzen Verwandten- und Bekanntenkreis.“
[1] In diesen Kisten kann man Akkus transportieren.
[2] „Wurden die anorganischen Ionen in die Xylemgefäße (oder Tracheiden) sezerniert, so werden sie mit dem Transpirationsstrom rasch nach oben transportiert und in der ganzen Pflanze verteilt. Einige Ionen wandern vom Xylem aus lateral in die angrenzenden Gewebe von Wurzel und Sprossachse ein, andere werden in die Blätter transportiert[…].“
[3] „Der Winder transportiert den Film bis zum nächsten Bild.“
[4] „Und auch wenn er persönlich erscheint, transportiert er zunächst mal ein Image, das er dem Fernsehen verdankt.“
[4] „Deshalb möchte ich die Schönheit der Mathematik in Bildern transportieren.
[4] „Das gesprochene Wort transportiert den Sinn, d.h. sie, die gesprochene Sprache, ist für den Austausch gemacht, der gesichert ist durch das Subjekt, das spricht, das Worte gebraucht.“
Übersetzungen:


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