unmittelbare Konstituente
Substantiv, f, Wortverbindung, adjektivische Deklination: Worttrennung:
un·mit·tel·ba·re Kon·s·ti·tu·en·te, Plural: un·mit·tel·ba·re Kon·s·ti·tu·en·ten
Aussprache:
IPA [ˈʊnmɪtl̩baːʁə kɔnstituˈɛntə]
Bedeutungen:
[1] Linguistik: Begriff aus der IC-Analyse/Konstituentenanalyse: zerlegt man eine komplexe sprachliche Einheit (Wort, Satz) schrittweise immer wieder in zwei Bestandteile, so sind diejenigen Bestandteile, die bei ein und demselben Analyseschritt gewonnen werden, zueinander unmittelbare Konstituenten
Gegenwörter:
[1] indirekte Konstituente, mittelbare Konstituente
Beispiele:
[1] „Anders entscheidet z. B. Schmidt, der davon ausgeht, daß sowohl bei der Präfigierung als auch bei der Suffigierung auf der ersten Analyseebene nur eine unmittelbare Konstituente ein Wort, die zweite ein Affix ist.“
[1] „Konstituenten, die sich bei ein und demselben Analyseschritt aus einer Konstituente k ergeben, werden unmittelbare Konstituenten (engl. Immediate Constituents, daher auch IC-Analyse) genannt.“
[1] „Die Konstituenten, zwischen denen eine direkte Beziehung besteht, heißen unmittelbare Konstituenten.“
[1] Das Wort „Schreibtischlampe“ besteht in einem ersten Analyseschritt aus „Schreibtisch“ und „Lampe“; anschließend kann man „Schreibtisch“ in „Schreib-“ und „Tisch“ zerlegen. Unmittelbare Konstituenten sind dann „Schreibtisch“ und „Lampe“ sowie „Schreib-“ und „Tisch“; „Schreib-“ und „Lampe“, die zum gleichen Wort gehören, sind jedoch keine unmittelbaren Konstituenten, sondern mittelbare Konstituenten.
Übersetzungen:


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