unterminieren
Verb:

Worttrennung:
un·ter·mi·nie·ren, Präteritum: un·ter·mi·nier·te, Partizip II: un·ter·mi·niert
Aussprache:
IPA [ˌʊntɐmiˈniːʁən]
Bedeutungen:
[1] transitiv, Militär, Pionierwesen: Hohlräume und Stollen unterhalb eines Bauwerks anlegen (Festung, Stadtmauer etc.) zu dessen Zerstörung etwa durch eine anschließende Sprengung
[2] transitiv, übertragen, Bauwesen, Statik: schaffen (durch Personen) oder bewirken (durch Dinge, Umstände) von jederlei Hohlräumen unter Gebäudekomplexen, die diesen die Standfestigkeit nehmen
[3] transitiv, allgemein abstrakt: etwas solide Bestehendes (Vertrauen, Ansehen, eine Position, …) oder ein Unterfangen langsam und unmerklich untergraben und zerstören
Herkunft:
Ableitung eines Präfixverbs Ende des 17. Jahrhunderts zu etwas älterem minieren „unterirdische Stollen graben“ mit dem Präfix unter-; minieren selbst ist eine Entlehnung aus französisch miner „unterminieren, untergraben“.
Synonyme:
[1–3] untergraben, unterhöhlen, unterwühlen
[3] hintertreiben, zerrütten, (langsam) zerstören
Gegenwörter:
[3] aufbauen, stärken
Beispiele:
[1] Bei der Belagerung Wiens versuchten die Türken, die Befestigungsanlagen der Stadt zu unterminieren.
[2] Wo Wasserwegsamkeiten im Untergrund die Deckschichten unterminieren, treten oft oberirdisch in Reihen Dolineneinbrüche auf.
[2] Die Subrosion des Gipskeupers im Liegenden unterminiert die Brückenfundamente.
[3] Er unterminiert unser Ansehen.
[3] Beständiger Misserfolg unterminiert das Selbstvertrauen.
[3] „Mit dieser Politik verletzt die Regierung nicht nur das Völkerrecht, sondern auch israelische Gesetze und unterminiert die Grundlagen der israelischen Demokratie.“
Übersetzungen:


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