verbringen
Verb, unregelmäßig:

Worttrennung:
ver·brin·gen, Präteritum: ver·brach·te, Partizip II: ver·bracht
Aussprache:
IPA [fɛɐ̯ˈbʁɪŋən]
Bedeutungen:
[a] fortbringen, hinwegschaffen
[b] heimlich, diebisch wegschaffen
[c] für sich zusammentragen
[d] im weitesten Sinne: an einen unbekannten Ort schaffen, zu einer unbekannten Stelle führen
[e] übertragen: durch Vergeudung, Verschwendung, Verausgabung vertun, fortschaffen
[f] übertragen: abschaffen, aus der Welt schaffen; umbringen
[2] veraltet
[a] vollbringen, zur Vollendung bringen
[b] etwas ausführen, unternehmen
[3] Schriftdeutsch, besonders Amtssprache; ansonsten mündlich veraltend
[a] etwas, jemanden an irgendeinen Ort schaffen, hinwegschaffen, hinwegbringen
[b] jemandem etwas an einen bestimmten Ort zuschicken, liefern
[c] jemanden, etwas weisungsgemäß einer staatlichen beziehungsweise gerichtlichen Stelle übergeben, ausliefern
[4] besonders mit Angaben von Zeit und Zeiträumen (Jugend, Alter, Leben, Ferien, Wochenende, usw.): eine Zeitdauer verstreichen lassen; Zeit für etwas verwenden
[5] verbringen mit: beschäftigt sein; sich einer Sache widmen
Herkunft:
(ältere regionale Varianten) mitteldeutsch verbrengen, niederdeutsch vorbringen
strukturell: Ableitung zum Verb bringen mit dem Derivatem (Ableitungsmorphem) ver- „fort, hinweg“
Synonyme:
[1b] entwenden, entführen
[1c] beiseitelegen, zurücklegen, (Quasisynonym) an sich bringen
[1d] verstecken, verbergen, verlegen, (Quasisynonym) beiseiteschaffen; geleiten
[1e] verschwenden, verprassen, veruntreuen, durchbringen
[3a] transportieren, befördern, bringen
[3b] zustellen, ausliefern
[3c] überstellen, verlegen
[4] verweilen, verleben
[5] zubringen
Beispiele:
[1d] Der Marschall hat die entwendeten Briefe, die er ihm aus der Brust zog, damit ein anderer sie nicht verbrächte noch verwendte, bis zur weiteren Erkundigung zu sich genommen.
[1e] Sie verbringen unnütz ihren bescheiden Reichtum um zu sagen darnach: sie können keine Erbeit kriegen.
[1f] Nichtsnütziges Gesinde und Deern werden zumeist von edelen Herrn, wenn sie unzufrieden, verbracht.
[2] Gott stärke euch im festen Glauben und verbring in euch sein angefangen Werk.
[2b] So ward verbracht deß Herrn und auch der Frauen Wille.
[3a] Die Waren werden an Bord des Cargo-Flugzeugs verbracht.
[3a] Im Hamburger Hafen werden täglich Container an Land verbracht.
[3a] Mitte März 2007 wurden nach Medienangaben 1.300 Kulturschätze von Europa zurück nach Afghanistan verbracht.
[3b] In ihrer Tätigkeit verbringt sie täglich Zustellungen.
[3c] Die Verurteilten wurden direkt vom Gerichtssaal in eine Gefängniszelle verbracht.
[4] Seit langem verbringt sie mal wieder eine sorgenlose Zeit.
[4] Drei Stunden verbrachten sie auf dem Konzert.
[4] „Dragan ist Freigänger, arbeitet draußen für die Stadtwerke. Das bedeutet, man darf auch ein bisschen Freizeit draußen verbringen.
[4] „Alicias Eltern, beide 1943 in Königsberg geboren, verbrachten ihre ersten zwei Lebensjahre überwiegend in Luftschutzkellern und auf der Flucht.“
[4] „Ich spazierte zum Friedhof und verbrachte die Zeit damit, die Inschriften auf den Grabsteinen zu lesen.“
[5] Den ganzen Nachmittag verbrachte ich mit Aufräumen.
Übersetzungen:


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