verraten
Verb:

Worttrennung:
ver·ra·ten, Präteritum: ver·riet, Partizip II: ver·ra·ten
Aussprache:
IPA [fɛɐ̯ˈʁaːtn̩]
Bedeutungen:
[1] transitiv, etwas verraten: jemandem ein Geheimnis oder eine vertrauliche Nachricht preisgeben
[2] transitiv, jemanden verraten: jemandes Identität oder Aufenthaltsort einer Person/Instanz mitteilen, die jenen verfolgt
[3] transitiv, jemanden verraten: arglistig Partei wider jemanden ergreifen, zu dem man in einem Loyalitätsverhältnis steht
[4] transitiv, ein Land oder eine Gruppe verraten: mutwillig eine Gruppe, zu der man gehört, in einer Konfliktsituation im Stich lassen oder schädigen
[5] reflexiv: unbeabsichtigt ein Geheimnis preisgeben
[6] reflexiv: falsch raten; eine Vermutung abgeben, die sich als falsch erweist
Herkunft:
Etymologie: von mittelhochdeutsch verraten, althochdeutsch farratan „durch falschen Rat irreleiten“
Wortbildung: Derivation (Ableitung) vom Verb raten mit dem Präfix ver-
Synonyme:
[1] ausplaudern
[2] denunzieren
[6] wähnen
Beispiele:
[1] Er hat seiner Kollegin verraten, dass der Vorgesetzte eine Intrige plant.
[1] „Noch unter Maximilian musste ein Lehrling schwören, nichts über Herstellung und Bedienung zu verraten.“
[2] Der Einbrecher hat seine Komplizen bei der Polizei verraten.
[2] „Auch ein Mensch, der für ein paar Schnäpse Verdächtige oder Täter verrät, wird als Schnapsdrossel bezeichnet.“
[3] Wenn Du meinem Gegner bei dieser Sache hilfst, dann verrätst Du mich!
[4] Wer sich mit dem Feind verbrüdert, verrät unsere Nation!
[5] Durch ihre unnatürliche Mimik hat sie sich verraten.
[5] „In der dichten Vegetation sind sie kaum auszumachen. Nur der Ruf verrät ihre Anwesenheit.“
[6] Als ich Deine Tochter für Deine Schwester hielt, habe ich mich gehörig verraten.
Übersetzungen:


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