verstummen
Verb:

Flexion

Worttrennung:
ver·stum·men, Präteritum: ver·stumm·te, Partizip II: ver·stummt
Aussprache:
IPA [fɛɐ̯ˈʃtʊmən]
Bedeutungen:
[1] intransitiv, von Personen: (plötzlich) aufhören, die Stimme zu gebrauchen
[2] intransitiv, gehoben, von Dingen: aufhören, Hörbares zu erzeugen
Herkunft:
Erbwort von mittelhochdeutsch verstummen
Wortbildung: Derivation (Ableitung) des Adjektivs stumm durch Konversion mit dem Präfix ver-
Synonyme:
[1] aufhören zu reden, in Schweigen verfallen
[2] abklingen, ausklingen, verhallen, verklingen
Gegenwörter:
[1] anheben, aufheulen, aufschreien, die Stimme erheben, losträllern
Beispiele:
[1] Kinder mit selektivem Mutismus können gut sprechen und sind im familiären Umfeld oft sogar als kleine Plaudertaschen bekannt. In einer anderen Umgebung verstummen sie hingegen – manchmal auch nur in bestimmten Situationen.
[1] Doch ich verstummte schon bald und verfiel in ein schwarzes Schweigen, das wie ein Schrei in mir widerhallte.
[1] Ein kurzer Aufschrei kam über ihre Lippen, dann verstummte sie für einen Moment.
[2] Der Branche hängt immer noch der Abgasskandal nach, die Debatte über „schmutzigen“ Diesel will nicht verstummen,
[2] Rias Berlin, die „freie Stimme der freien Welt“, verstummte nach mehr als 40 Jahren am 31. Dezember 1993 um Mitternacht.
[2] Immer mehr Kirchenglocken verstummen des Nachts. Grund: Für viele Anwohner ist der Stundenschlag offenbar eine Lärmbelästigung.
Übersetzungen:

[1] (plötzlich) aufhören, die Stimme zu gebrauchen




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