vorgreifen
Verb:

Flexion

Worttrennung:
vor·grei·fen, Präteritum: griff vor, Partizip II: vor·ge·grif·fen
Aussprache:
IPA [ˈfoːɐ̯ˌɡʁaɪ̯fn̩]
Bedeutungen:
[1] räumlich: die Hände nach vorne strecken und zufassen (greifen)
[2] etwas (unhöflicherweise, unklugerweise) zu einem früheren Zeitpunkt tun, als es angemessen oder aktuell ist
[3] etwas, das erst zu einem späteren Zeitpunkt aus dem Zusammenhang heraus seine Bedeutung erhält, mit Absicht früher sagen
Herkunft:
Derivation (Ableitung) zum Verb greifen mit dem Präfix vor-
Gegenwörter:
[3] rekapitulieren, zusammenfassen
Beispiele:
[1] „Er versuchte mit der linken Hand, die eben vorgreifen hatte wollen, das Tau zu packen, doch sie verfehlte ihr Ziel.“
[2] „Sie stockte und biss sich auf die Lippe, dann sprudelte es aus ihr hervor: »Liebster, ich wollte dir nicht vorgreifen, aber […].«“
[3] „Ohne zu weit vorgreifen zu wollen, sei hier noch darauf verwiesen, dass das Arbeitsgericht bei seiner Beurteilung nicht an die Beweiswürdigung des Strafrichters in gleicher Sache gebunden ist.“



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