weißeln
Verb:

Worttrennung:
wei·ßeln, Präteritum: wei·ßel·te, Partizip II: ge·wei·ßelt
Aussprache:
IPA [ˈvaɪ̯sl̩n]
Bedeutungen:
[1] süd(west)deutsch, österreichisch, schweizerisch: eine Wand in der Farbe weiß tünchen
[2] Botanik: einen Baum mit (weißer) Kalkbrühe bestreichen
Herkunft:
Ableitung zu weiß mit dem Derivatem (Ableitungsmorphem) -el (und zusätzlich nötigem Flexem)
Synonyme:
[1] weiß tünchen, anstreichen, malen
Beispiele:
[1] „Barblin weißelt“ (in dem Drama „Andorra“ von Max Frisch mehrmals (Erstes und Letztes Bild) Google Books ↗)
[1] „Als besonders hervortretendes und bedeutendes Motiv ist auch das Weißeln der Barblin anzusehen, welche sowohl im Ersten Bild zu Beginn des Stücks, als auch am Ende des Dramas damit beschäftigt erscheint. (…) Aber selbst die Rahmenbedingungen für das Weißeln der Barblin verändern sich im Verlauf des Stücks grundlegend.“
[1] „Den Pharisäern in Andorra gilt das Weißeln der Barblin. Dass es Barblin ist, die weißelt, soll natürlich nicht dafür veranlassen zu denken, dass die die Schuld der Andorraner übertünchen möchte. Im Gegenteil: sie weißelt, ‚weil morgen Sanktgeorgstag ist‘.“
[2] Das Weißeln von Obstbäumen stellt einen Schutz der Stämme vor Frostrissen dar.



Dieser Text ist aus der Wiktionary und ist unter der Lizenz CC BY-SA 3.0 license | Terms and conditions | Privacy policy 0.004
Deutsch Wörterbuch