Kraftwort
Substantiv, n:

Worttrennung:
Kraft·wort, Plural 1: Kraft·wor·te, Plural 2: Kraft·wör·ter
Aussprache:
IPA [ˈkʁaftˌvɔʁt]
Bedeutungen:
[1] Wort, mit dem die angesprochene Sache oder Person derb/ drastisch benannt wird
[2] Ausspruch derben/ drastischen Inhalts
Herkunft:
Determinativkompositum, zusammengesetzt von Kraft und Wort
Synonyme:
[1] Kraftausdruck
Beispiele:
[1] Ladendorf (1906) nennt „Kadavergehorsam“ als Kraftwort:Kadavergehorsam, … seit Ausgang der siebziger Jahre des 19. Jahrhunderts belegt… Das verächtliche Kraftwort gehört zu den Trümpfen der Sozialdemokraten und wird mit Vorliebe gegen die militärische Subordination gewandt.“
[1] „Ein Kraftwort ist ein derber, übertreibender, bizarr-anschaulicher Ausdruck aus der niederen Umgangssprache, der eben dadurch imstande ist, ein Ding nicht nur zu nennen, sondern gleichzeitig die Gefühle des Sprechenden zu entladen.“
[1] Besonders geläufige Kraftwörter sind heutzutage „Mist“, „Sauerei“, „Scheiße“ und viele mehr.
[1] „Besonders einem Kraftwort gesellen sich gerne andere Wörter hinzu.“
[2] „‚Du bist verrückt‘ ist Kraftwort für ‚dein Vorschlag scheint mir unzweckmäßig‘…“
[2] „Beim Ausgang der römischen Republik sind die Kraftworte des älteren Cato verschwunden, aber seine strenge Sittlichkeit mit ihnen.“
Übersetzungen:


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