ein Esel in der Löwenhaut
Redewendung: Worttrennung:
ein Esel in der Lö·wen·haut
Aussprache:
IPA [aɪ̯n ˈeːzl̩ ɪn deːɐ̯ ˈløːvn̩ˌhaʊ̯t]
Bedeutungen:
[1] jemand, der dumm ist, aber versucht, sich ein wichtiges Aussehen zu geben
Herkunft:
Die Redewendung findet sich im Deutschen schon im Minnegesang und wurde im 16. Jahrhundert durch Erasmus Alberus in seinen Fabeln verbreitet. Sie geht auf die äsopische Fabel zurück, in der ein Esel sich eine Löwenhaut anzieht und damit die anderen Tiere erschreckt. Zufällig bemerkt aber ein Fuchs, wie der Esel Eselslaute von sich gibt und lässt sich deswegen nicht erschrecken. Ein Esel in der Löwenhaut ist also ein Ungebildeter, der durch erschwindelte Äußerlichkeiten andere beeindrucken will, dessen wahre Natur man dann aber doch recht schnell erkennt.
Beispiele:
[1] Wenn du mich fragst, ist Dirk bloß ein Esel in der Löwenhaut.



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