Superstratsprache
Substantiv, f:

Worttrennung:
Su·per·s·t·rat·spra·che, Plural: Su·per·s·t·rat·spra·chen
Aussprache:
IPA [zupɐˈstʁaːtˌʃpʁaːxə]
Bedeutungen:
[1] Linguistik: dominierende Sprache in einem Gebiet, in dem zuvor eine andere Sprache herrschte
Herkunft:
[1] Determinativkompositum aus den Substantiven Superstrat und Sprache
Gegenwörter:
[1] Substratsprache
Beispiele:
[1] „Unterdessen hatte sich aus dem gesprochenen Lateinischen (Vulgärlatein) in den ehemaligen Provinzen des Westreichs, dazu noch in Rumänien, unter Einfluß der Substrat- und Superstratsprachen (vor allem Germanisch, Slawisch und Arabisch) das Romanische als neues Idiom der Bevölkerung gebildet; das früheste Dokument liefern die Straßburger Eide (842) für das Altfranzösische.“
[1] „Die jeweils andere Sprache wird als Superstratsprache und, im Falle einer deutlich gerichteten Entwicklung, als Zielsprache bezeichnet.“
[1] „Wenn Sprache L1 die native Sprache einer Gemeinschaft ist und Sprache L2 als die Sprache derjenigen, die die Macht haben, eingeführt wird, so ist L1 die Substratsprache (oder einfach das Substrat) von L2, und L2 ist die Superstratsprache (oder einfach das Superstrat) von L1. Beispiel: Nachdem Gallien von Julius Cäsar erobert worden war, war dort Gallisch Substrat, Lateinisch Superstrat.“
[1] „Im Vergleich mit der jeweiligen Superstratsprache fällt allerdings die Tendenz von Kreolsprachen zu morphologischer Simplizität eindeutig ins Auge.“
[1] „Bevor das Lateinische zur Superstratsprache wurde, war es Adstratsprache gegenüber den Sprachen der Ureinwohner, welche zunächst bilingual waren, bis sie schließlich ihre eigene Sprache aufgaben, wobei sie – eben durch Interferenz – als Substrat Elemente der ursprünglichen Sprache auf die Superstratsprache übertrugen.“



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