jemandem die Leviten lesen
Redewendung: Worttrennung:
je·man·dem die Le·vi·ten le·sen
Aussprache:
IPA [ˈjeːmandəm diː leˈviːtn ˈleːzn̩]
Bedeutungen:
[1] jemanden tadeln
Herkunft:
Die Redewendung stammt aus dem Klosterleben des Benediktinerordens. Bereits im 8. Jahrhundert gehörten Andachts- und Bußübungen zum Ordensleben. Dabei wurden häufig Bibeltexte aus dem dritten Buch Moses, auch Levitikus genannt, vorgelesen, die vorwiegend Verhaltensmaßregeln für Leviten (Priester) enthalten. Meist folgten im Anschluss daran auch Mahn- und Strafpredigten zur Besserung der lasterhaften Geistlichkeit. In der sprachlichen Überlieferung entwickelte sich aus dem Lesen des Levitikus der Bedeutungswandel als Umschreibung von Tadel und Ermahnung.
Beispiele:
[1] „Also: Wohl dem Chef, der seine Mitarbeiter nicht zu Speichelleckern erzieht, sondern sich gegebenenfalls kräftig die Leviten lesen lässt.“
[1] Gestolpert ist Roemer schon: In den ersten TV-Debatten der Spitzenkandidaten war er zahm wie eine Hauskatze und musste sich von Premier Rutte die Leviten lesen lassen.
Übersetzungen:


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