Karikatur
Substantiv, f:

Worttrennung:
Ka·ri·ka·tur, Plural: Ka·ri·ka·tu·ren
Aussprache:
IPA [kaʁikaˈtuːɐ̯]
Bedeutungen:
[1] komisch überzeichnete Darstellung von Personen, Dingen oder Sachverhalten, indem charakteristische Eigenschaften selbiger übersteigert und der Lächerlichkeit preisgegeben werden
[2] das Karikieren, die Kunst des Karikierens
Herkunft:
im 18. Jahrhundert von italienisch caricatura (wörtlich: „Überladung“) entlehnt, Substantiv zum Verb caricare (beladen); caricatura ist ein Fachwort der Malerei. Es tritt in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts in die deutsche Sprache ein und ersetzt sukzessive die deutschen Begriffe ‘Spottbild’ und ‘Zerrbild’. Diese beiden Begriffe haben unterschiedliche Bedeutungen und Traditionslinien: Meint das Zerrbild eine überladene und zugespitzte Darstellung eher individueller Personen und ihrer Eigenschaften, so richtete sich das Spottbild direkt gegen bestimmte Gruppen, Institutionen in einer eher typisierenden Form mit dem Ziel, das Dargestellte zu schmähen, bloßzustellen, zu verunglimpfen. Beide Linien sind im Begriff ‘Karikatur’ zusammengeflossen. Das Verb caricare zum Substantiv carrus = Karren
Synonyme:
Cartoon, Spottbild, Zerrbild
Beispiele:
[1] Diese Karikatur ist zum Schreien.
[1] „Fast noch freundlich sind Karikaturen, die sie als scharfzahnigen Blutsauger zeigen oder als Oberlehrerin mit erhobenem Zeigefinger.“
[1] „Gute Karikaturen haben es allerdings an sich, daß sie mit Übertreibung Wahrheiten umreißen, halbe oder sogar ganze.“
[1] „Es fehlte mir die Kraft, diese Karikatur zu zerpflücken und mein Land zu verteidigen.“
[1] „Auch ein witzig gemaltes Portrait kann man sich vorstellen, ganz abgesehen davon, dass es ja als dessen Sonderfall die Karikatur gibt.“
[2] Die Karikatur ist die bildliche Form der Satire.
Übersetzungen:


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