ein Brett vor dem Kopf haben
Redewendung: Worttrennung:
ein Brett vor dem Kopf ha·ben
Aussprache:
IPA [aɪ̯n bʁɛt foːɐ̯ deːm kɔp͡f ˈhaːbn̩]
Bedeutungen:
[1] umgangssprachlich: begriffsstutzig sein; sich dumm, einfältig, töricht anstellen
Herkunft:
Diese Redewendung stammt aus dem bäuerlichen Bereich: Im Mittelalter wurden hauptsächlich Ochsen als Zugtiere eingesetzt. Entweder bezieht sich ein Brett vor dem Kopf haben darauf, dass man diesen früher bei der Arbeit ein Brett vor die Augen gehängt hat, um ihnen die Sicht zu nehmen. Da sie, wenn sie scheuten, nur schwer wieder zu bändigen waren, könnten die Ochsen durch das Brett beruhigt worden sein. Auch möglich ist, dass das Stirnjoch gemeint ist. Bevor das Kummet erfunden worden ist, wurde für die Kraftübertragung ein hölzernes Joch benutzt, das den Ochsen vor die Hörner gelegt wurde. Da der Ochse ohnehin das Sinnbild des Dummen ist, könnte sich die Vorstellung entwickelt haben, dieses Brett, das Joch, behindere das Denken.
Beispiele:
[1] Diesen Text habe ich gestern dreimal gelesen und ihn nicht verstanden. Da hatte ich wohl ein Brett vor dem Kopf, denn heute bereitet er mir keine Schwierigkeiten mehr.
[1] Wieso kommst du nicht auf die Lösung? Hast du ein Brett vor dem Kopf?
[1] Manchmal ist es, als hätte man ein Brett vor dem Kopf.
Übersetzungen:
  • russisch: [1] доходит как до жирафа



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