ellenlang
Adjektiv:

Worttrennung:
el·len·lang, keine Steigerung
Aussprache:
IPA [ˈɛlənˌlaŋ], [ˈɛlnˈlaŋ]
Bedeutungen:
[1] umgangssprachlich: (meist mit negativer Konnotation) sehr lang und oft zu lang in Bezug auf Menge oder Zeit: sehr viel, lang dauernd
Herkunft:
Das Wort leitet sich von der Elle, einem früher üblichen Längenmaß, ab, das den Abstand zwischen dem Ellenbogen und der Spitze des Mittelfingers bezeichnete; es betrug je nach Region ca. 60 cm.
Beispiele:
[1] Bei dem ellenlangen Vortrag bin ich fast eingeschlafen.
[1] Seine ellenlangen Emails sind sehr anstrengend.
[1] Es dauert ewig, diese ellenlangen Inventurlisten abzuarbeiten.
[1] Diese ellenlangen IBAN-Nummern für sein Bankkonto kann sich kein Mensch merken.
[1] Eineinhalb Jahre nach seiner Eröffnung hat sich der Witwenball etabliert als Weinlokal für Kenner. Die Karte ist nicht ellenlang, aber spannend sortiert.
[1] Das Open-Air-Künstlerareal Odonien stritt mit der Stadt ellenlang über dessen Rettung.
[1] Ellenlang ist die Schlange vor dem Eingang, bevor es losgeht. Und pickepackevoll ist schließlich der Saal des SO 36 in Berlin-Kreuzberg.
[1] Auch wenn die Diagnose, dass das Kind sterben muss, vorliegt, ist doch der Krankheitsverlauf oft unberechenbar, kann sich ellenlang hinziehen.
[1] Nun müsse definiert werden, wie viel Bürokratie wann sein muss - oder eben nicht: "Die Gemeinden sind ja auch froh, wenn sie solche Anträge nicht oft und nicht so ellenlang bearbeiten müssen."
Übersetzungen:


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