hiesig
Adjektiv:

Worttrennung:
hie·sig, keine Steigerung
Aussprache:
IPA [ˈhiːzɪç], [ˈhiːzɪk]
Bedeutungen:
[1] nur attributiv: hierher gehörend, von hier stammend, hier befindlich
Herkunft:
Adjektivbildung zu hie (veraltete Nebenform zu hier), analog zu dasig; entweder mit mittelhochdeutschem -wësec „-seiend“ also wörtlich „hierseiend“ oder euphonischer s-Einschub bei der Adjektivableitung mit -ig, letzteres gestützt durch die Wortformen daig für dasig und hieig, hieisch für hiesig, und dadurch dass die Wörter erst recht spät aufkommen, weit nach mittelhochdeutscher Zeit: sie treten erst im 17. Jahrhundert vermehrt auf, obwohl dasig schon 1515 bei Dürer als dosig nachgewiesen ist: „Das dosig Thier ist des Helffantz todt feyndt.“ „Das dasige Tier ist des Elefanten Todfeind.“ – dies wurde aber von einem (wahrscheinlich oberdeutschen) Drucker um 1540 nicht verstanden, was für ein recht junges, noch nicht verbreitetes Wort spricht, er versteht es als die eng zusammengeschriebenen Wörter da und Sieg: „das da ein Sieg Thir ist, des Heilffandten Todtfeyndt.“
Synonyme:
[1] von hier, einheimisch
Gegenwörter:
[1] dortig, auswärtig, anderweitig, veraltet: dasig
Beispiele:
[1] Das hiesige Gemüse ist am frischesten.
[1] „Um die hiesigen Waldbestände muss man sich weiter große Sorgen machen.“
[1] „Die hiesigen Sprachlabore seien voll von solchen Typen, in der Regel sprächen sie selbst nicht mal Finnisch – oder wenn, dann nur sehr schlecht – und hätten also keinen Schimmer.“
Übersetzungen:


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