Banalität
Substantiv, f:

Worttrennung:
Ba·na·li·tät, Plural: Ba·na·li·tä·ten
Aussprache:
IPA [ˌbanaliˈtɛːt]
Bedeutungen:
[1] ohne Plural: die Alltäglichkeit, die Selbstverständlichkeit
[2] das leere, inhaltslose Gerede, die oberflächliche Aussage
Herkunft:
von dem französischen Wort banalité mit gleicher Bedeutung ins Deutsche übernommen. Dieses seinerseits ist eine Ableitung aus dem Adjektiv banal, das im Mittelalter sich auf diejenigen Dinge bezog, deren Benutzung der Territorialherr seinen Vasallen gegen Gebühr auferlegen durfte: Mühle, Backofen, Kelter usw. Es geht auf ein altniederfränkisches (erschlossenes) Wort *ban zurück, das dem deutschen Wort Bann (wie etwa in Wildbann) verwandt ist. Das Wort ist seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts belegt.
Synonyme:
[1, 2] Plattheit, Selbstverständlichkeit, Trivialität
[1] Alltäglichkeit, leeres Gerede
[2] Plattitüde, Oberflächlichkeit
Beispiele:
[1] „Auch aus der Perspektive späterer Jahre paßt Heines Erinnerung genau zu der scheinbaren Banalität der Harzreise, zu Makkaroni und Lord Byron.“
[1] „Poesie ist eine Lebenshaltung, die sich der Aufgabe verschrieben hat, die Phantasie vor der Banalität und der bleiernen Schwere der faktischen Verhältnisse zu bewahren.“
[1] „Die Tragödie der Banalität, erzeugt durch gewöhnliche Umstände und dadurch nur noch unentrinnbarer gemacht, muss noch geschrieben werden.“
[1, 2] Unter Banalität versteht man einen Sachverhalt oder einen Vorgang, der von einem bestimmten Teil der Menschen mit einem bestimmten Bildungsgrad als allgemein bekannt eingestuft und daher als der vertieften Betrachtung nicht wert betrachtet wird.
[2] Alles, was er sagt, ist eine pure Banalität.
[2] Nun hör doch mal mit diesen Banalitäten auf! Das interessiert doch jetzt keinen!
Übersetzungen:


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