Götze
Substantiv, m:

Worttrennung:
Göt·ze, Plural: Göt·zen
Aussprache:
IPA [ˈɡœt͡sə]
Bedeutungen:
[1] heidnischer Gott (aus der Sicht der monotheistischen Religionen); falscher Gott (abwertend)
[2] Bild eines solchen Gottes; Gegenstand, der angebetet wird
Herkunft:
mittelhochdeutsch götz; Bildung aus „Gott“ mit der Endung „-izo“, eine Diminutivbildung mit einem Klang ins Vertrauliche (vgl. etwa „Spatz“ von „Sperling“), ursprünglich also wohl eine vertrauliche Benennung für einen Gott, etwa im Sinne von „Hausgeist, Kobold“. Über die Bedeutung als Abbild eines solchen wird Götze dann zu einem Wort für „Bildwerk, Heiligenbild“. In dieser Bedeutung ist es seit dem 15. Jh. nachweisbar. Die heutige Bedeutung [1] wurde von Luther geprägt.
Das Wort Götze in der Bedeutung „Dummkopf, Tölpel“, das vom 14. bis 16. Jh. vor allem im oberdeutschen Sprachraum gebräuchlich war, ist wohl eine Bildung aus „Gottfried“ + „-izo“ und, trotz gewisser Berührungspunkte im Wortsinn, nicht mit dem hier behandelten Wort identisch.[Quellen fehlen]
Synonyme:
[1] Abgott
[2] Fetisch, Totem, Idol, Götterbild
Gegenwörter:
[1] Gott (ohne Artikel); der Herr
Beispiele:
[1] Denn aller Heiden Götter sind Götzen; der HERR aber hat den Himmel gemacht. (1 Chron. 16,26, in Luthers Übersetzung)
[1] „Wie der andere von ihm erzählte, hatte er lange in Borneo gedient, und es war wohl möglich, daß er, der schweigsam und langweilig wie ein chinesischer Götze war, einen Vorrat von absonderlichen Erinnerungen in sich verschloß.“
[2] Jener [der Heiden] Götzen aber sind Silber und Gold, von Menschenhänden gemacht. (Ps. 115,4)
Übersetzungen:


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