Lamäng
Substantiv, f:

Worttrennung:
La·mäng, kein Plural
Aussprache:
IPA [ˌlaˈmɛŋ]
Bedeutungen:
[1] umgangssprachlich, scherzhaft: Hand
Herkunft:
im frühen 19. Jahrhundert wohl von Berlin ausgegangen; Entlehnung mitsamt Artikel aus französisch la main „die#Artikel|die Hand“, gleichwohl der deutsche Artikel hinzugesetzt wird; französisch main entstammt gleichbedeutend lateinisch manus
Synonyme:
[1] alle umgangssprachlich: Fasse, Flosse, fünfzinkige Gabel, Gottes Gabel, Gabelersatz, Grapsche, Greife, Griff, Griffe, Klaue, Kralle, fünfzackige Krone, NATO-Schaufel einfach, Oberfuß, Patsche, Vorderflosse, Vorderpfote; salopp: Pfote
Beispiele:
[1] „‚Ick meine man bloß‘, lachte Schön, ‚unser kleener Paster hat det Bild so lange in die Lamäng, det mir der Verdacht uffjestiegen is, det nackigte Knäblein könnte am Ende seine eijene Fotojrafie sind, uffjenommen am Tag vor seine militärische Einkleidung.‘“
[1] „Wenn man beim Gangwechsel die Kupplung tritt und mit der Lamäng den Schalthebel packt, dann führt ein routinierter Fahrer diese Hand- oder Fußgriffe ‚ganz mechanisch‘ aus; er tut das also, ohne noch etwas dabei zu denken.“
[1] „Sie haben die Lektion gut gelernt. Ich stifte Ihnen fünfhundert Taler in die Lamäng.
Redewendungen:
[1] umgangssprachlich: aus der Lamäng
[1] umgangssprachlich: aus der freien Lamäng
[1] umgangssprachlich: aus der kalten Lamäng
[1] umgangssprachlich: nicht in die Lamäng!
[1] umgangssprachlich: nicht in die kalte Lamäng, nicht in die nackte Lamäng



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