mau
Adjektiv:

Worttrennung:
mau, Komparativ: mau·er, Superlativ: am mau·es·ten, am maus·ten
Aussprache:
IPA [maʊ̯]
Bedeutungen:
[1] salopp: sich nicht ganz wohl fühlend
[2] salopp: (quantitativ und/oder qualitativ) nicht ausreichend
Herkunft:
Das Wort, das seit der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts bezeugt ist, hat sich von Berlin ausgebreitet. Seine Herkunft ist trotz aller Deutungsversuche unklar; vermutet wird eine mögliche Kontamination aus matt und flau oder aber unter Einfluss von flau zu lautmalendem mauenweinerlich, verdrießlich sein#Vollverb, Hilfsverb|sein‘, eigentlich ‚wie eine#Artikel|eine Katze schreien‘ (siehe »miauen«).
Beispiele:
[1] Der Anblick flößte mir ein maues Gefühl ein.
[1] „Sie sei eben eine Ur-Dresdenerin, und da er an Dresden hänge wie sie, könne sie ihm nichts abschlagen. Er ließ ihr je einhundert West als Anzahlung für Buffet und Bild. Sie solle sich etwas gönnen im Intershop. Mir is heute tichtch mau, sagte sie.“
[2] Leider sieht es auf unserem Konto etwas mau aus.
[2] „Auch die Möglichkeit, Luftunterstützung anzufordern, war mehr als mau.
[2] „Die Wasserspringer, deren grüner stinkender Pool für weltweites Aufsehen gesorgt hatte, mussten ihre Wettkämpfe bislang zwar nicht vor leerer, aber zumindest vor einer äußerst mauen Kulisse austragen.“
[2] „Seine Karriere ließ sich zunächst etwas mau an, weil er höchst sorgfältig arbeitete.“
Übersetzungen:


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