Reibach
Substantiv, m:

Worttrennung:
Rei·bach, kein Plural
Aussprache:
IPA [ˈʁaɪ̯bax]
Bedeutungen:
[1] salopp: (auf manipulativer Weise erzielter) überproportional hoher Gewinn bei einem Geschäft
Herkunft:
seit dem 19. Jahrhundert bezeugt; Entlehnung über das Rotwelsche aus dem Westjiddischen , das seinerseits dem Hebräischen entstammt
Gegenwörter:
[1] Bankrott, Defizit, Einbuße, Geldmangel, Gewinneinbuße, Miese, Minus, Pleite, Verlust
Beispiele:
[1] Lieber Reibach machen als Pleite gehen.
[1] „Die Europameisterschaft alle zwei Jahre, die Weltmeisterschaft alle zwei Jahre, dazu noch Olympische Spiele: Die internationalen Handball-Verbände können mit dieser Terminstruktur zwar Reibach machen, sie sehen ihren Sport dadurch auch stark verankert in der öffentlichen Wahrnehmung – für andere hingegen, vor allem für jene, die sich fast ohne Unterlass ins Getümmel stürzen müssen, ist dies Raubbau am Körper.“
[1] „Die Erze werden von kleinen Schürfern auf eigene Rechnung aus dem Boden geholt. Den Gewinn streichen danach andere Leute ein: Lokale Geschäftsleute, Söldner, Transporteure und selbsternannte Zöllner bereichern sich an dieser Schattenwirtschaft. Aber erst die westlichen Rohstoffmakler am Ende der Zwischenhändlerkette machen den wahren Reibach. Die Kehrseite davon ist der Waffenhandel, der über dieselben Kanäle wie der Rohstoffhandel läuft, nur in umgekehrter Richtung.“
[1] Münchner Oktoberfest: Die Besucher schrecken die hohen Preise jedenfalls nicht ab. Durch deren durstige Kehlen flossen im vergangenen Jahr fast sieben Millionen Liter Bier. Außerdem verzehrten sie 521.000 Brathähnchen, 142.000 Schweinswürste und 104 Ochsen. Den größten Reibach machen zweifellos Wirte und Brauereien.
Übersetzungen:


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