leugnen
Verb:

Worttrennung:
leug·nen, Präteritum: leug·ne·te, Partizip II: ge·leug·net
Aussprache:
IPA [ˈlɔɪ̯ɡnən]
Bedeutungen:
[1] etwas abstreiten; behaupten, dass etwas nicht zutrifft
[2] Offenkundiges wider besseres Wissen bestreiten, als unwahr hinstellen
[3] Weltanschauungen oder Lehren, die allgemein anerkannt sind oder ernsthaft vertreten werden, für nicht existent erklären
Herkunft:
Vorformen des Verbs waren das althochdeutsche lougnen und das mittelhochdeutsche lougenen und lougnen. Im Altsächsischen existierte die Form lōgnian, im Mittelniederdeutschen gab es löchenen, löchnen und löken und im Mittelniederländischen lōchenen und lōghenen. Das Niederländische kennt loochenen. Weitere verwandte Wörter sind das altenglische līgnan und das gotische laugnjan. Über das altnordische leyna (verbergen) und laun (Verborgenheit, Leugnung) und das althochdeutsche lougna (das Leugnen) besteht eine Verbindung zu lügen und seinen Vorformen.
Gegenwörter:
[1] einräumen, zugeben, zustimmen, beistimmen, bestätigen, bejahen
Beispiele:
[1] Trotz aller Beweise leugnete er, die Tat begangen zu haben.
[2] Es gibt immer noch Personen, die den Holocaust leugnen.
[2] Es hat niemand geleugnet, dass deine Schwester eine tüchtige Frauensperson ist.
[3] „Vor diesem Hintergrund wäre es dem Beschwerdeführer auch nicht zumutbar, seinen Glauben in Form eines Widerrufs zu leugnen.“
[3] In diesem Staat leugnet man die Grundrechte.
Übersetzungen:


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