monastisch
Adjektiv:

Worttrennung:
mo·nas·tisch, Komparativ: mo·nas·ti·scher, Superlativ: am mo·nas·tischs·ten
Aussprache:
IPA [moˈnastɪʃ]
Bedeutungen:
  • bildungssprachlich:
[1] von den Sitten und Gebräuchen, der Lebensweise, dem Wesen eines Mönches ausgehend, diesen/dieser/diesem entsprechend, zu diesen/dieser/diesem gehörend; wie ein Mönch
[2] zu einem Kloster gehörend; einem Kloster entsprechend
Herkunft:
Es handelt sich um eine Entlehnung des spätlateinischen monasticus, das auf griechisches μοναστικός, einer Ableitung zu μοναστής ‚Mönch‘, zurückgeht.
Synonyme:
[1] mönchisch
[2] klösterlich
Beispiele:
[1] Nicht jeder junge Mann ist zu einem monastischen Leben berufen.
[1] „Sie sind der repräsentativste unter den elf ‚monastischen Orden‘.“
[1] „«Früher gab es während des Essens noch Lesungen aus der Bibel, die wir allerdings abgeschafft haben», meint Bruder Ephrem und weist darauf hin, dass im Kapuzinerkloster auch die Geselligkeit einen hohen Stellenwert geniesse - dies etwa im Gegensatz zu den Benediktinern, die sich durch einen monastischeren Stil auszeichnen.“
[1, 2] „Daß aber das Kloster Weingarten heute in seinen ältesten Trakten wieder von monastischem Leben erfüllt ist, in der hochbarocken Prälatur aber die Jugend eines Pädagogischen Instituts beherbergt, verdankt es den Weingartner Bürgern und ihrem Bürgermeister von 1922, Wilhelm Braun, Männern, die aus lebendiger Verpflichtung gegen, die große Vergangenheit ihrer ‚Klosterstadt‘ das Stift mit Beuroner Benediktinermönchen neu besiedelten, die 1921 aus ihrer Abtei in England vertrieben worden waren.“
[2] „Das Mißverständnis mag nicht zuletzt daher kommen, daß manche Klöster seit Jahren den 'Mönch auf Zeit' anbieten, eine Seelenfreizeit von ganz erheblich reduzierter monastischer Strenge, die für den inneren Menschen das sein will, was für den äußeren die Schrothkur ist oder das Wassertreten in Bad Wörishofen: spirituelle Runderneuerung.“
[2] „Hinzu kommen viele kleinere monastische Bauten (Kellia) mit bis zu acht Mönchen und zahlreiche Single-Haushalte von Eremiten, die auf der Himmelsleiter schon mit ihren Behausungen in schwindelerregende Höhen vorgestoßen sind.“
[2] „Unter der schwarzen Strickmütze quillt ein ergrauter Schopf mit wallendem, bis in den Mundwinkel hineinwachsendem Vollbart: Es ist Vater Abt Johannes, 46, Hymnograph byzantinischer Weihnachtschoräle, Herr über ein monastisches Kleinod, in dem außer dem lieben Gott, einigen Fledermäusen und Krähen nur noch ein weiterer Mönch lebt: Vater Raffael, 41, Bäckersohn und Mathematiker aus Berlin, asketische Erscheinung, Brille, dunkler Vollbart, Verwalter, Koch und Gärtner des Klosters in Personalunion.“
[2] „Die Atmosphäre ist monastisch, kontemplativ, gleichzeitig aber auch ungezwungen: Man spricht gedämpft und bewegt sich gemessen, ohne dass eine strenge Aufsichtsperson das einfordern müsste.“
Übersetzungen:


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