Hirngespinst
Substantiv, n:

Worttrennung:
Hirn·ge·spinst, Plural: Hirn·ge·spins·te
Aussprache:
IPA [ˈhɪʁnɡəˌʃpɪnst]
Bedeutungen:
[1] abwertend: Erzeugnis einer fehlgeleiteten oder übersteigerten Einbildungskraft; Idee, die fantastisch, abwegig, absurd ist
Herkunft:
belegt seit dem 18. Jahrhundert
Determinativkompositum aus den Substantiven Hirn und Gespinst
Beispiele:
[1] „Hören wir Jacques Roux: »Die Freiheit ist ein eitles Hirngespinst, wenn eine Klasse von Menschen die andere ungestraft aushungern kann. Die Gleichheit ist ein eitles Hirngespinst, wenn der Reiche mittels seines Monopols das Recht über Leben und Tod seiner Mitmenschen ausübt. Die Republik ist ein eitles Hirngespinst, wenn die Konterrevolution tagtäglich durch den Preis der Nahrungsmittel voranschreitet, zu denen drei Viertel unserer Mitbürger keinen Zugang haben, ohne Tränen zu vergießen.«“
[1] „Die Sowjetideologie, befruchtet vom orthodoxen Nationalismus, hat den Klerikalfaschismus geboren. Obwohl große Teile des Manifests jeden Realitätssinns entbehren, sollte man es nicht als Hirngespinst abtun.“
[1] „Er wünschte sich, dass es die Spieler wachrüttelt, dass sie spätestens jetzt erkennen, ‚dass die Dinge nicht von allein gehen, dass man über sich selbst nachdenkt und nicht irgendwelchen Hirngespinsten nachjagt‘.“
[1] „Aber als Hirngespinst tat sie gut.“
Übersetzungen:


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