Haut
Substantiv, f:

Worttrennung:
Haut, Plural: Häu·te
Aussprache:
IPA [haʊ̯t]
Bedeutungen:
[1] größtes Sinnesorgan bei Menschen und Tieren, das gleichzeitig als Schutz des darunterliegenden Gewebes, Atmung, Wärmeregulierung und anderem dient
[2] Rohmaterial für Leder
[3] der Haut[1] ähnelnde Schicht bei Lebensmitteln und Flüssigkeiten
[4] äußere Schicht zum Schutz oder zur optischen Verbesserung
Herkunft:
mittelhochdeutsch hūt, althochdeutsch hūt, germanisch *hūdi- „Haut“, belegt seit dem 8. Jahrhundert
Synonyme:
[2] Rohhaut
[3] Hülle, Schale
[4] Abdeckung, Bespannung, Verkleidung
Beispiele:
[1] „Der Traum ist der beste Beweis dafür, dass wir nicht so fest in unserer Haut eingeschlossen sind, als es scheint. (Christian Friedrich Hebbel)“
[1] Ich wünscht, ich wär ein Elefant, da wollt ich jubeln laut: Mir ist es nicht ums Elfenbein, nur um die dicke Haut.
[1] „Er mochte ihre dunkle Haut.“
[1] „Seine Haut aber hatte die Farbe von hellem Sand und seine Lidfalten waren sichelförmig.“
[2] Das Kuhfell ist die Haut einer Kuh, auf der die Haare noch vorhanden sind.
[3] Erhitzte Sojamilch bildet in rechteckigen Wannen eine Haut, die vorsichtig abgezogen, auf dünnen Stöckchen aufgehängt und getrocknet wird.
[4] Die einzigartige Innenraumverkleidung der Elbphilharmonie, die sogenannte »Weiße Haut« wurde mithilfe aufwendiger 3D-Berechnungen und Tests entwickelt.
Redewendungen:
[1] auf der faulen Haut liegen
[1] aus der Haut fahren
[1] die Haut versaufen
[1] eine dicke Haut bekommen
[1] eine dicke Haut haben
[1] eine gute Haut sein
[1] eine treue Haut sein
[1] eine ehrliche Haut sein
[1] in jemandes Haut schlüpfen
[1] jemandem die Haut abziehen
[1] jemandem die Haut gerben
[1] jemandem die Haut über die Ohren ziehen
[1] jemandem ist nicht wohl in seiner Haut
[1] mit Haut und Haar – vollständig, komplett
[1] mit heiler Haut davonkommen
[1] nass bis auf die Haut sein
[1] nicht aus seiner Haut herauskönnen / nicht aus seiner Haut können
[1] nicht in jemandes Haut stecken mögen / nicht in jemandes Haut stecken wollen
[1] nur die nackte Haut retten / nur seine nackte Haut retten
[1] nur Haut und Knochen sein / nur noch Haut und Knochen sein
[1] seine eigene Haut retten
[1] seine Haut teuer verkaufen/seine Haut so teuer wie möglich verkaufen
[1] seine Haut zu Markte tragen
[1] sich auf die faule Haut legen
[1] sich in seiner Haut wohl fühlen
[1] sich seiner Haut zu wehren wissen
[1] unter die Haut gehen
Übersetzungen:


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