Laie
Substantiv, m:

Worttrennung:
Laie, Plural: Lai·en
Aussprache:
IPA [ˈlaɪ̯ə]
Bedeutungen:
[1] allgemein, unscharf: jemand, der auf einem bestimmten Gebiet keine Fachkenntnisse oder keine abgeschlossene Fachausbildung hat
[2] Kirche, Religion: jemand, der nicht Geistlicher ist
[3] Recht, Rechtspflege: eine nicht rechtskundige Person, die in einem Gerichtsverfahren als Entscheidungsorgan auftritt
[4] Psychoanalyse: ein Nicht-Mediziner, Nicht-Psychiater, der das von Freud begründete Therapieverfahren ausübt
Herkunft:
mittelhochdeutsch leie, leige, althochdeutsch leigo, im 11. Jahrhundert entlehnt von dem kirchenlateinischen laicus - „zum Volk gehörig“, „gemein“ (in der Bedeutung „Nichtkleriker“ als Gegensatz zu kirchenlateinisch „clericus“), welches von altgriechisch λαϊκός (von λαός - das Volk, die Volksmenge) abgeleitet ist. Die Substantivierung des Adjektivs erfolgt bereits im Griechischen, das Substantiv erhält die Bedeutung „Nichtpriester“. Aufgrund des im Allgemeinen geringeren Bildungsstandes Nichtgeistlicher im Mittelalter entwickelt sich die Nuance „Ungebildeter“, „Unkundiger“, deren Ausdehnung über den theologischen Bereich auf die mittelalterlichen Wissenschaften sich erstreckte.
Synonyme:
[1] Nicht-Fachmann, Nichtfachmann, Nichtkundiger, Anfänger, Amateur, Ungelehrter, Ungebildeter, Unkundiger, Ungelehrter, Ungelernter, im weiteren Sinne und abwertend: Stümper, Dilettant, Nichtskönner, Einfaltspinsel
[2] Nicht-Geistlicher, Nichtpriester
[3] Laienrichter, Ehrenamtlicher Richter
Gegenwörter:
[1] Fachmann
Beispiele:
[1] „Ziel ist nicht, wie Laien oft denken, die vollkommene Heilung von abnormen sexuellen Verlangen wie der Pädophilie, die in der Medizinersprache als Paraphilie zusammengefasst ist.“
[1] „Zu oft werden die Gefahren beim Bergsteigen von Laien unterschätzt, sagt Ernst Vogt, Leiter der Bergsteigerredaktion beim Bayerischen Rundfunk.“
[1–4] Soll ich als Laie meine Meinung dazu sagen?
[2] „Doch bald kamen schriftkundige Laien hinzu, und schließlich verlangte der wachsende Geschäftsverkehr vom Bürger selbst die Kunst des Lesens und Schreibens.“
[3] „Der § 604 ist jedem Laien verständlich.“
Übersetzungen:


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