Dreck
Substantiv, m:

Worttrennung:
Dreck, kein Plural
Aussprache:
IPA [dʁɛk]
Bedeutungen:
[1] Schmutz, unerwünschte Substanz
[2] etwas, was als minderwertig, wertlos angesehen wird
[3] Ausscheidungen des Verdauungssystems
Synonyme:
[1] Schmutz
[2] Ausschuss, Kleinigkeit, Schund, Tand
[3] Exkremente, Kot
Gegenwörter:
[1] Homogenität, Reinheit
[2] Kleinod, Kostbarkeit, Luxusgut, Pretiose
Beispiele:
[1] Toni war ein Luzerner und hatte acht Kinder, alle schön, rot wie Milch und Blut, und schlank wie die Tannen im Walde, mit Zähnen weiß wie Schnee; aber mit Dreck waren alle überzogen wie mit einem Firniß, um die darunter liegende, durchschimmernde schöne, zarte Haut zu bewahren vor Kälte und Wind.
[1] Am selben Nachmittag noch mußten wir mit Winden und Holz dem Wagen mit den Platten entgegenfahren, er war im Dreck stecken geblieben.
[1] Ich denke an wahnsinnig viel überflüssiges, glitzerndes Zeug, das viel Geld kostet und dann viel Platz braucht und bei Autos auch noch viel Dreck macht.
[1] Dreck ist wie das Schwarze unter dem Fingernagel: Materie am falschen Ort.
[2] Als der Feldwebel der Mannschaft die Sache vorhielt, war für einen Augenblick wieder Alles gut, bald aber wurden sie wieder rebellisch, gingen zum Feldwebel und sprachen, er könne nicht wissen, ob die Königstochter ihn und sie zu Narren halte; am Ende sei die ganze Geschichte erlogen und statt seiner Prinzessin hätte jeder einen Dreck; sie wollten sich von der Wahrheit überzeugen und ihre künftigen Gemahlinnen sehen.
[2] In der Werbung wird aber für jeden Dreck komponiert.
[2] Vor ihm schon hatte der „Nörgler“ Schopenhauer sein ignorantes Verdikt ausgesprochen: „Weil die Leute, statt des Besten aller Zeiten, immer nur das Neueste lesen, bleiben die Schriftsteller im engen Kreise der circulierenden Ideen, und das Zeitalter verschlammt immer tiefer in seinem eigenen Dreck.
[2] Warum muss man sich jeden Dreck von Regisseuren wie Neuenfels, für die Provokationen anscheinend Selbstzweck sind und die damit von ihrer Ideenlosigkeit ablenken wollen, gefallen lassen?
[3] Am Morgen fand sich in jedem Nachttopf ein Dreck.
Redewendungen:
das geht dich einen Dreck an — das geht dich nichts an
den Karren wieder aus dem Dreck ziehen — eine verfahrene Sache wieder flottmachen
der letzte Dreck — der/die/das Mieseste, Schlechteste
die Nase in jeden Dreck stecken — alles wissen wollen
Dreck am Stecken haben — Verbotenes in der Vergangenheit getan haben
einen Dreck davon verstehen — nichts davon verstehen
einen Dreck wert — nichts wert sein, nichts bedeuten
jemanden durch den Dreck ziehen — jemanden verunglimpfen, mies machen
im Dreck ersticken — metaphorische Befürchtung, im Schmutz verschüttet zu werden
im Dreck herumwühlen — übertragen: einen Skandal aufdecken#
im Dreck sitzen, im Dreck stecken
im Dreck versinken — metaphorische Befürchtung, wie im Morast zu versinken
sich einen Dreck um jemanden kümmern — sich gar nicht um jemanden kümmern
so ein Dreck! — ärgerliche Beurteilung eines Produktes
verdammter Dreck! — ärgerlicher Fluch, wenn etwas mißlingt oder nicht funktioniert
weg mit dem Dreck! — Parole zur Vermeidung oder Beseitigung von Schmutz aller Art
Übersetzungen:


Dieser Text ist aus der Wiktionary und ist unter der Lizenz CC BY-SA 3.0 license | Terms and conditions | Privacy policy 0.021
Deutsch Wörterbuch