Wehmut
Substantiv, f:

Worttrennung:
Weh·mut, kein Plural
Aussprache:
IPA [ˈveːmuːt]
Bedeutungen:
[1] eine nach innen gekehrte, traurige Grundstimmung
[2] der bedauernde Wunsch, die Sehnsucht nach einer schöneren Vergangenheit
Herkunft:
vom spätmittelhochdeutschen Substantiv wemuot aus mittelniederdeutsch wemod, einer Rückbildung vom Adjektiv wemodichwehmütig
Synonyme:
[1] Betrübnis, Melancholie, Schwermut, Traurigkeit, Trübsal
[2] Nostalgie, Sehnsucht
Gegenwörter:
[1] Ausgelassenheit, Euphorie, Freude
[2] Ablehnung, Ekel, Gleichgültigkeit
Beispiele:
[1] »Nein, in der Tat nicht«, entgegnete Mrs. Sparsit mit einem Anstrich von Wehmut.
[1] Da ich aber vor Wehmut selbsten nit beten kunnte, ließ ich Paasch sein klein Mägdlein das Gratias beten, in währender Zeit meine Maria das Brot zerschnitt und einem jeglichen sein Teil reichete.
[1] Wehmut, Trauer, Angst, Verachtung, das waren keine Gefühle mehr für sie, dazu war ihr Blut zu sehr gejagt; …
[1] Er erklärte sich hierüber mit einiger Wehmut; denn er konnte nach der Lage der Sache wohl einsehen, daß sein Aufenthalt in so vollkommener Gesellschaft nicht immer dauern könne, ja vielleicht bald abgebrochen werden müsse.
[2] Verlässt er Berlin mit Wehmut? Wehmut, sagt er, kenn' ich nicht.
[2] Wenn eine traditionsreiche Herberge schließen muss, macht sich in fühlenden Herzen Wehmut breit.
[2] Nur dem Charmeur Jacques Chirac mag bei seinem letzten Gipfel als französischer Staatschef ein wenig Wehmut befallen haben.
Übersetzungen:


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