Begriff
Substantiv, m:

Worttrennung:
Be·griff, Plural: Be·grif·fe
Aussprache:
IPA [bəˈɡʁɪf]
Bedeutungen:
[1] Linguistik: gedankliche oder semantische Einheit als Konzept, das alle Merkmale eines Gegenstandes oder Sachverhaltes vereint; zum Zusammenhang: man bezeichnet durch ein Symbol (Wort oder Wortgruppe) einen Begriff, mit dem man über eine Realität (Ding oder Idee) spricht
[2] eine klare Vorstellung
[3] umgangssprachlich: sprachliche Einheit (Wort oder Wortgruppe)
Herkunft:
von mittelhochdeutsch begrif, Verbalsubstantiv zu begreifen.
Synonyme:
[1] Benanntes (im Gegensatz zur Benennung), Bezeichnetes (im Gegensatz zur Bezeichnung), Definiertes, Gemeintes
[2] Auffassung, Meinung, Idee, Vorstellung
[3] Ausdruck, Benennung, Bezeichnung, Wort
Beispiele:
[1] Denn eben, wo Begriffe fehlen, da stellt ein Wort zur rechten Zeit sich ein. (Goethe, Faust I.)
[1] Für einen Begriff kann es mehrere Benennungen (Synonyme) geben; und mehrere Begriffe können durch eine Benennung (Homonym) bezeichnet werden.
[1] „Der Begriff der Antinomie läßt sich bis zu Plutarch und Quintilian zurückverfolgen, hat aber erst bei Kant seine philosophisch relevante Ausprägung gewonnen.“
[1] „Der Begriff Mut oder Wagemut leitet sich von idg. mo (= starken Willens sein, heftig nach etwas streben) und ahd. muot (= Kraft des Denkens, Empfindens, Wollens) ab.“
[1] „Der Begriff Krisenmanagement entstand im politischen Bereich, wobei dessen erstmalige Verwendung dort umstritten ist, mehrheitlich aber J.F. Kennedy im Zusammenhang mit der Kuba-Krise 1962 zugeschrieben wird.“
[2] Du hast einen zu negativen Begriff von dieser Entwicklung gewonnen.
[2] Du hast keinen Begriff davon, was das bedeutet.
[3] »Kollateralschaden«? Den Begriff hatte ich vorher noch nie gehört.
Redewendungen:
[2] im Begriff sein, im Begriff stehen (kurz davorstehen, etwas zu tun), schwer von Begriff sein (etwas schwer verstehen)
Übersetzungen:


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