entfliehen
Verb:

Flexion

Worttrennung:
ent·flie·hen, Präteritum: ent·floh, Partizip II: ent·flo·hen
Aussprache:
IPA [ɛntˈfliːən]
Bedeutungen:
[1] intransitiv: aus einer Gefahr, aus einer Zwangslage entkommen
[2] intransitiv, mit Dativ: einer unangenehmen Situation entgehen
[3] intransitiv, gehoben: rasch vergehen
Herkunft:
Etymologie: Erbwort von mittelhochdeutsch entvliehen, zu althochdeutsch antfliuhan; es finden sich auch mittelhochdeutsche Verben wie emphliehen, im 15. und 16. Jahrhundert empfliehen.
Wortbildungsanalyse: Derivation (Ableitung) des Verbs fliehen mit dem Präfix ent-
Synonyme:
[1] ausbrechen, entkommen, entlaufen, entschlüpfen, entweichen, flüchten, sich absetzen, sich entziehen; die Flucht ergreifen; umgangssprachlich: abhauen, ausbüxen; veraltet: echappieren
[2] entgehen, entrinnen, sich entziehen, vermeiden, weglaufen
[1, 2] umgangssprachlich: ausreißen
[3] verrinnen
Beispiele:
[1] Vor drei Jahren entfloh Natascha Kampusch ihrem Entführer - nach 3096 Tagen im Verlies.
[1] Die Männer hatten die Gitter durchgesägt, sich abgeseilt und waren über einen hohen Zaun und eine Mauer entflohen.
[2] Und trotzdem, oder vielleicht gerade deswegen, ist die Musik auch der beste Weg, zumindest meiner Erfahrung nach, um der Problematik der menschlichen Existenz zu entfliehen.
[2] Wer in Deutschland arm ist, bekomme laut dem Bericht immer weniger Chancen, der Armut zu entfliehen.

[3] Die Zeit entflieht wie dieser Bach,
Wie dies Gewölk entflieht die Zeit; …

[3] »Zur Tat, zur Tat, was zauderst du, der Augenblick entflieht«, so trieb mich die unbekannte Macht in meinem Innern.
Übersetzungen:


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